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Champions League: Schalke feiert spanischen Sieg

Erfolg für Schalke in der Champions League: Gegen Hapoel Tel Aviv gelang den Königsblauen ein verdienter Sieg dank der Treffer zweier Spanier. Bremen musste sich gegen Twente Enschede mit einem Unentschieden zufrieden geben.

Der FC Schalke 04 ist auf dem besten Weg Richtung Champions-League-Achtelfinale. Das Team von Felix Magath feierte mit dem überzeugenden 3:0 (1:0) gegen Hapoel Tel Aviv den zweiten Sieg im dritten Gruppenspiel. Neuzugang Rául traf doppelt (3./58. Minute), José Manuel Jurado (68.) machte den Heimsieg perfekt. Werder Bremen muss nach dem 1:1 (0:0) bei Twente Enschede dagegen um das Weiterkommen bangen. Nach der Führung von Theo Janssen (75.) rettete Marko Arnautovic (80.) den Bremern zumindest noch den zweiten Punkt der Vorrunde.

Dank Torjäger Raúl und Spielmacher José Manuel Jurado bescherte der FC Schalke 04 seinen Fans eine rauschende Fiesta. Vor 50.900 Zuschauern brachte Raúl (3./58.) das Team von Trainer Felix Magath mit seinen Königsklassen-Treffern Nummer 67 und 68 in Führung, sein spanischer Landsmann Jurado (68.) sorgte für die endgültige Entscheidung. Der Gegentreffer von Itay Shechter (90.+3) konnte die Schalker Freude nicht mehr bremsen.

Raul erzielt ein Blitztor


Mit dem schnellsten Tor der Saison war die jüngste Bundesliga- Tristesse beim Tabellen-16. sofort vergessen. Einen Pass von Jurado ließ Klaas-Jan Huntelaar geschickt durch, Raúl verwandelte aus 18 Metern eiskalt.

Besonders Jurado zeigte hinter den Spitzen, warum Magath ihn vor der Saison für etwa 13 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet hatte. Der zweitteuerste Einkauf der Schalker Clubgeschichte sorgte immer wieder mit seinen feinen Pässen in die Tiefe für Gefahr. Zunächst vertändelte Farfan (24.) eine Vorlage leichtfertig, zwei Minuten später scheiterte Huntelaar am nigerianischen Nationaltorwart Vincent Enyeama. Auch per Kopf (39.) und mit einem Schuss aus 18 Metern (44.) blieb der niederländische Stürmer nur zweiter Sieger im Duell mit dem Keeper.

Schalke kontrolliert das Spiel


Die harmlosen Gäste präsentierten sich mit zwei Sturmspitzen zwar offensiver als erwartet, konnten sich in der ersten Halbzeit trotz Vorteilen beim Ballbesitz aber keine zwingenden Chancen herausspielen.

Auch nach dem Wechsel war Schalke spielbestimmend, zeigte bei seinen Angriffen aber deutlich mehr Zielstrebigkeit als zuvor. Zwar traf Huntelaar (57.) zunächst zweimal per Kopf nur die Latte. In der folgenden Minute war die Gegenwehr der Israelis dann aber endgültig gebrochen. Der eingewechselte Ivan Rakitic und Huntelaar bereiteten per Doppelpass den zweiten Treffer von Raúl vor, der damit seine Führung in der ewigen Torjägerliste der Champions League ausbaute.

Jurado mit überragender Leistung


Nach 68 Minuten krönte Jurado seine überragende Leistung dann mit einem Traumschuss in den Winkel. Zwar kam Tel Aviv noch zum Ehrentreffer, hat nach der dritten Niederlage in der dritten Partie aber kaum noch Chancen auf die nächste Runde.

Ausgerechnet Marko Arnautovic bewahrte Werder Bremen an alter Wirkungsstätte vor einem weiteren Rückschlag in der Champions League. Der Österreicher erzielte in der 80. Minute bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Twente Enschede den Treffer zum 1:1 (0:0)-Endstand und hielt die Hanseaten in der Königsklasse zumindest einigermaßen im Rennen.

Für Bremen wird es knapp


Allerdings gelang den Bremern, die auf dem letzten Tabellenplatz der Gruppe A nur zwei Punkte Rückstand auf den Zweiten Tottenham Hotspur aufweisen, auch im siebten Europacup-Gastspiel in den Niederlanden kein Sieg. Sorge bereitete den Hanseaten eine Verletzung von Nationaltorhüter Tim Wiese. Bei einer harmlosen Hereingabe der Niederländer verletzte sich der Keeper ohne Einwirkung des Gegners am Knie und musste ausgewechselt werden.

Mit einer zumindest kompakten Defensiv-Leistung konnte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf ein wenig für das Debakel im letzten Gruppenspiel bei Titelverteidiger Inter Mailand (0:4) rehabilitieren. Im Rückspiel gegen Twente am 2. November sind aber für Werder Tore und drei Punkte Pflicht, soll nicht schon frühzeitig der Champions-League-K.o. perfekt sein.

Bremen offensiv zunächst schwach


Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion De Grolsch Veste war Werder erst einmal darauf bedacht, dass die Null in der Defensive steht. Das gelang auch, bis auf einige Ausnahmen ließ der Bundesliga-Elfte nicht viel zu, zeigte aber auch in der Offensive wenig Durchsetzungsvermögen. Dabei durften die Bremer wieder auf ihren genesenen Torjäger Claudio Pizarro zurückgreifen.

Doch Bremens peruanischer Torjäger stand zunächst auf verlorenem Posten. Kaum ein Angriff der Gäste erreichte den Strafraum, Torschüsse der Grün-Weißen blieben bis auf eine Chance von Hugo Almeida in der 32. Minute Mangelware. Twente, dass in dieser Saison daheim in allen Wettbewerben noch ungeschlagen ist, agierte dagegen mit viel Tempo und starkem Offensivspiel. Die beste Möglichkeit der Platzherren zur Führung verpasste in der zwölften Minute Bryan Ruiz mit einem Schuss aus 25 Metern, der hauchdünn am Bremer Tor vorbeiflog.

Im zweiten Durchgang konnte die Bremer das Geschehen vom eigenen Tor weiter weghalten und auch selbst Offensivaktionen starten. So hatten Pizarro, Aaron Hunt und Marko Arnautovic einige gute Bremer Möglichkeiten. Umso überraschender gelang den Gastgebern der Führungstreffer. Den ersten Schuss von Janssen konnte Mielitz noch parieren, im Nachschuss war er chancenlos. Das Tor hätte aber nicht zählen dürfen, Janssen hatte bei seiner Aktion im Abseits gestanden.

DPA/SID/tis / DPA

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