HOME

Confed Cup: Spanien schreibt Geschichte

An Spanien führt im Fußball derzeit kein Weg vorbei. Duch ein 2:0 über Gastgeber Südafrika holte sich das spanische Nationalteam einen Rekord für die Ewigkeit: Es war der 15. Sieg der Iberer in Folge. Und auch die Südafrikaner hatten am Ende Grund zum Feiern.

Gastgeber Südafrika ist Fußball-Europameister Spanien ins Halbfinale des Confederations Cups gefolgt. Die „Bafana Bafana“ verlor am Samstagabend beim WM-Test zwar ihr erstes Turnier-Spiel, dennoch reichte das 0:2 (0:0) gegen die dominierenden Iberer zum zweiten Platz in der Gruppe A. David Villa (52. Minute) und Fernando Llorente (72.) trafen für den Favoriten.

Irak nutzte die plötzliche Halbfinal-Chance beim 0:0 im Parallel- Spiel gegen Schlusslicht Neuseeland nicht - selbst ein 1:0 hätte aufgrund des schlechteren Torverhältnisses (weniger Plus-Treffer) nicht gereicht. Der Asien-Meister landete hinter Spanien (9 Punkte) und Südafrika (4) mit 2 Zählern nur auf Platz drei. Komplett ist das Halbfinale der WM-Generalprobe erst am Sonntagabend nach der spannenden Entscheidung in der B-Gruppe. Gespielt wird am Mittwoch und Donnerstag.

Spaniens Trainer Vicente Del Bosque hatte seine Mannschaft auf sieben Positionen verändert, und trotz dieser Rotation holte sich der Favorit wohl einen Rekord für die Ewigkeit: 15 Siege in Serie hat noch kein Nationalteam geschafft. Der Europameister hat zuletzt vor zweieinhalb Jahren, im November 2006 (0:1 gegen Rumänien), verloren. Zudem blieb die "Furia Roja" zum 35. Mal in Serie ungeschlagen und stellte damit die Bestmarke von Rekord-Weltmeister Brasilien ein.

Vor 38.212 Zuschauern im Free State Stadium von Bloemfontein blieben Torchancen für die Spanier zunächst Mangelware, weil die "Bafana Bafana" vor allem das Remis sichern wollte und daher voll auf Defensive setzte. Die Partie nahm erst nach einer halben Stunde richtig Fahrt auf. Die beste Gelegenheit hatte vor der Pause Fernando Torres (35.), aber Südafrikas Keeper Itumeleng Khune parierte reaktionsschnell.

Nach der Pause machten die Iberer ernst. Als Tsepo Masisela im Strafraum Fabregas foulte, entschied Schiedsrichter Pablo Pozo (Chile) auf Strafstoß. Villa scheiterte am famosen Khune (51.). Doch kaum eine Minute später holte der Angreifer des FC Valencia das Versäumte nach, als er eine Flanke von Riera gekonnt mit der Brust stoppte und den Ball aus der Drehung ins lange Eck schoss. Danach nahm Del Bosque seine Top-Stürmer Torres und Villa aus dem Spiel - doch auch Ersatz Llorente erwies sich als treffsicher. Nach Zuspiel von Fabregas staubte der Stürmer aus Bilbao zum 2:0 ab.

Wenig zu sehen bekamen dagegen die 23.295 Fans in Johannesburg: Nach dem torlosen Duell zwischen Irak und Neuseeland im Ellis Park müssen beide nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Die "Kiwi"“ verließen bei ihrer dritten Teilnahme in der Geschichte des Fußball-Wettbewerbs immerhin erstmals nicht als Verlierer den Platz, konnten aber wie ihr Kontrahent in drei Partien keinen Treffer erzielen. Mit nur einem Zähler blieben sie zudem hinter dem Irak, bei dem Trainer Bora Milutinovic seinen Abschied gab, auf dem letzten Platz der Gruppe A.

DPA / DPA

Wissenscommunity