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Confed-Cup-Stadien: Frankenstadion in Nürnberg

Noch ein Jahr, dann rollt auch im Frankenstadion der WM-Ball. Vorher ist die runderneuerte Heimat des "Club" bei der Generalprobe unter anderem Schauplatz des Klassikers Deutschland gegen Argentinien.

Die Historie des Nürnberger Frankenstadions erzählt auch die wechselvolle jüngere Geschichte Deutschlands: Die zwischen 1926 und 1928 errichtete Arena im neu angelegten Freizeitpark der Stadt wurde bald zum Schauplatz des Tages der Hitlerjugend, abgehalten während der nationalsozialistischen Reichsparteitage. Nach dem Ende der NS-Diktatur machte sich 1945 die US-Armee das Stadion südlich des Dutzendteiches als Sportfeld zu eigen, 1963 fand schließlich der "Club" - der 1.FC Nürnberg - im Frankenstadion seine Heimat.

Bereits für 1974 war die Fußballarena als WM-Spielort im Gespräch, damals konnten sich die Stadtväter aber nicht zu den notwendigen Erneuerungen durchringen. Erst 1987 wurde das Frankenstadion vollständig umgebaut. Pünktlich zur WM 2006 bekommt die Arena nun auch die dringend notwendige Erweiterung. Statt bisher gut 40.000 erwarten die Zuschauer dann knapp 44.000 Sitzplätze - dazu sollen das Spielfeld tiefer gelegt und Zusatztribünen errichtet werden.

Der erneute Umbau soll nach Angaben der Stadt 56,2 Millionen Euro kosten, die Hälfte der Gesamtsumme schießt der Freistaat Bayern zu. Die neuen Sitzschalen sind "verkehrsrot" - der Farbton, der den Vereinsfarben des 1.FC Nürnberg am nächsten kommt.

Einen Vorgeschmack auf die Weltmeisterschaft im Frankenstadion können Fußballfans bereits im Juni ergattern: Drei Spiele des Confederation Cups werden in Nürnberg ausgetragen, das deutsche Team spielt am 21. Juni gegen Argentinien. Die Nationalelf hat übrigens nur gute Erinnerungen an die geschichtlich vorbelastete Fußballarena: Sie hat im Frankenstadion noch nie verloren.

Frankenstadion im Internet:

www.fcn.de/index.php?id=59

AP / AP

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