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Pokal-Niederlage in Kiel Wie der FC Bayern mit seiner Pleite einer Anti-Rassismus-Aktion besondere Aufmerksamkeit beschert

Niklas Süle im schicken Retro-Look
Werbung für mehr Vielfalt: Niklas Süle im schicken Retro-Look
© Fabian Bimmer / AFP
Der FC Bayern lief im Pokalspiel gegen Holstein Kiel in einem Retrotrikot aus den 90er Jahren auf, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Durch die historische Niederlage hat der Rekord-Pokalsieger für die Aktion noch ein bisschen mehr Werbung gemacht als erwartet.

Die Sondertrikots, die der FC Bayern am Mittwochabend im Pokalspiel gegen Holstein Kiel trug, haben es nun zu einer gewissen Berühmtheit gebracht und dürften – je nach Perspektive – als Glücks- (aus Nicht-Bayern-Perspektive) oder als Pechtrikots (aus FC-Bayern-Perspektive) in die Geschichte eingehen. Das liegt schlicht daran, das der Rekord-Pokalsieger gegen Holstein eine historische Pleite erlitt. Es war das erste Pokal-Aus in der 2. Runde seit 20 Jahren. 

Trikot steht für mehr Vielfalt

Darüber hinaus haben die Bayern durch die Niederlage noch ein bisschen mehr Werbung für einen guten Zweck gemacht, als sie zunächst dachten. Denn die Trikots stehen für die Human-Race-Initiative von Partner Adidas und wurden von US-Popstar Pharell Williams in Anlehnung an die Trikots der Saison 1991 bis 1993 entworfen. Die Initiative wendet sich gegen Gewalt und Rassismus und wirbt für mehr Vielfalt. Daran beteiligt sind europäische Spitzenvereine wie Juventus Turin oder Real Madrid.

Es ist nicht damit zu rechnen, dass Bayern-Fans wegen der Niederlage jetzt auf den Kauf des Sondertrikots verzichten. Die Shirts für Männer sind im Bayern-Shop schon ausverkauft, es gibt aber noch die Jerseys für Frauen und Kinder. Das Geld kommt direkt den SOS-Kinderdörfern zu Gute.

tis

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