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Deutschland gegen Kamerun: Rote Karte für den Falschen: Videoschiedsrichter verwirrt mal wieder alle

Erst gelb, dann rot, dann rot für einen anderen Spieler. Beim Sieg der deutschen Nationalelf gegen Kamerun stand der Videoschiedsrichter mal wieder im Mittelpunkt. 

Rote Karte gegen Kamerun

Rote Karte zu vergeben - aber an wen? Der gefoulte Emre Can steht daneben und bestaunt das Schauspiel.

Mit einem überzeugenden 3:1 gegen Kamerun hat die deutsche Nationalelf nicht nur das Halbfinale beim Confed Cup klargemacht, sondern auch Joachim Löw seinen 100. Sieg als Bundestrainer beschert. Für den meisten Gesprächsstoff sorgte hinterher aber weder das eine noch das andere, sondern eine kuriose Szene des Schiedsrichtergespanns.

Nach einem rüden Foul an Emre Can in der 61. Minute zeigte der kolumbianische Schiedsrichter Wilmar Roldan Perez zunächst dem Kameruner Sébastian Siani die gelbe Karte. Der schaute einigermaßen überrascht, war er doch an der Szene gänzlich unbeteiligt - sein Teamkollege Ernest Mabouka hatte das Foul begangen. Für Siani wäre es zudem die zweite gelbe Karte im Turnier gewesen, was eine Sperre im möglichen Halbfinale nach sich gezogen hätte.

Doch dann trat der Videoschiedsrichter auf den Plan, der die Entscheidung offensichtlich korrigieren wollte. Nach kurzer Rücksprache schritt Schiedsrichter Perez auch sogleich zur Tat - und zeigte dem fassungslosen Siani nun gar die rote Karte. 

Im dritten Versuch trifft's den Richtigen

Bevor dieser komplett vom Glauben abfallen konnte, beriet sich Wilmar Roldan Perez erneut mit dem Videoschiedsrichter - um anschließend den Platzverweis gegen Siani zurückzuziehen und stattdessen gegen Mabouka auszusprechen. Dass aus der ursprünglich gezückten gelben Karte mittlerweile eine rote geworden war, war angesichts des zugrunde liegenden Foulspiels zwar alles andere als zwingend. Aber immerhin hatte es nun den richtigen Spieler getroffen.

Ob der Videoschiedsrichter sich unklar ausgedrückt hatte, oder der Feldschiedsrichter nicht richtig zugehört hatte, blieb zunächst unklar. Jedenfalls war die Kameruner Mannschaft durch das minutenlange Chaos offenbar deutlich verwirrter als die deutsche: Zwei Minuten nach dem Karten-Kuddelmuddel traf Timo Werner zum vorentscheidenden 2:0.

Der Videoschiedsrichter, der beim Confed Cup erstmals bei einem großen Turnier getestet wird, hatte bereits bei anderen Begegnungen für Diskussionen gesorgt. So war den Chilenen bei ihrer Partie gegen Kamerun nachträglich ein Tor wegen vermeintlichem Abseits aberkannt worden, obwohl viele Beobachter der Meinung waren, der Treffer sei korrekt gewesen

bak

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