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Fußball-Idol erlitt Herzstillstand Diego Maradona ist tot – drei Tage Staatstrauer in Argentinien

Sehen Sie im Video: Fans und Vereine trauern auf Twitter um Diego Maradona.






Fußballlegende Diego Maradona ist tot.


Medienberichten zufolge verstarb der 60-Jährige in seiner Heimat im Stadtteil San Andrés in Buenos Aires.


Der argentinische Fußballstar gilt als einer der besten Fußballer der Geschichte.


In den sozialen Medien verleihen zahlreiche Nutzer ihrer Trauer Ausdruck.
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Die Fußballwelt trauert um eine Legende: Diego Maradona ist tot. Der argentinische Fußballstar erlitt in seinem Zuhause in Buenos Aires einen Herzstillstand. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Diego Maradona ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Die argentinische Fußballlegende verstarb in seiner Heimat im Stadtteil San Andrés in Buenos Aires. Der argentinische Fußballverband AFA twitterte: "Du wirst immer in unseren Herzen sein".

"Heute ist ein sehr trauriger Tag für alle Argentinier", sagte Argentiniens Präsident Alberto Fernández im Fernsehsender "TyC Sports". "Diego hat Argentinien in der Welt repräsentiert, er hat uns mit Freude erfüllt und das werden wir niemals vergelten können." Die argentinische Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Maradona erlitt einen Herzstillstand

Laut den argentinischen Tageszeitungen "Clarín" und "La Nación" erlitt Maradona einen Herzstillstand und verlor das Bewusstsein. Neun Krankenwagen waren sofort an Ort und Stelle – der Fußballstar konnte von den herbeigeeilten Sanitätern jedoch nicht mehr wiederbelebt werden. 

Bereits an seinem 60. Geburtstag am 30. Oktober hatte Maradona einen angeschlagenen Eindruck gemacht. Anfang November war er wegen einer Gehirnblutung operiert worden und hatte eine Woche in einer Klinik in Buenos Aires verbracht. Zuletzt hatte sich der Argentinier in seinem Haus von der OP erholt.

Maradona hatte in der Vergangenheit immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Er erlitt bereits zwei Herzinfarkte, erkrankte an Hepatitis und ließ sich wegen schweren Übergewichts den Magen verkleinern. Zudem war der Fußballprofi mehrfach wegen Drogensucht in Behandlung. Nach Angaben seiner Ärzte nahm er regelmäßig Psychopharmaka ein.

Fußballwelt trauert um "Hand Gottes"

Der Tod von Fußballlegende Maradona löste weltweite Bestürzung aus: "Welch eine traurige Nachricht. Ich habe einen großartigen Freund verloren, die Welt eine Legende", schrieb die brasilianische Fußball-Ikone Pelé auf Twitter. "Ich hoffe, wir spielen eines Tages gemeinsam im Himmel."     

Auch Maradonas Schützling Fußballstar Lionel Messi trauerte um seinen ehemaligen Trainer: "Er verlässt uns, aber er geht nicht weg, weil Diego ewig ist", sagte Messi. "Ich behalte all die schönen Augenblicke in Erinnerung, die ich mit ihm erlebt habe." Die ehemaligen Klubs des einstigen Weltmeisters zeigten sich stolz, Maradona in ihren Reihen gehabt zu haben. "Für immer in unseren Herzen. Ciao Diego", twitterte der SSC Neapel in Italien; "Ewige Dankbarkeit. Ewiger Diego!", schrieben die Boca Juniors aus Buenos Aires.

"Mit Diego Maradona geht einer der größten Fußballer der Geschichte von uns", sagte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München. "Diego Maradona hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gab – und nicht zuletzt die Herzen aller, die die Schönheit des Fußballs lieben." Auf Geheiß des Europäischen Fußballverbands (Uefa) gibt es Schweigeminuten bei allen Spielen der Champions League am Abend.

Mit WM-Tor 1986 zur Legende

Maradona gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten. Aufgewachsen am Rande von Buenos Aires in ärmlichen Verhältnissen wurde er schon in jungen Jahren vom Erstligisten Argentinos Juniors entdeckt. Dann ging alles ganz schnell: Bereits mit 15 Jahren gab er sein Debüt in der Ersten Liga, mit 16 spielte er erstmals für die argentinische Nationalmannschaft und mit 19 wurde er zum ersten Mal Südamerikas Fußballer des Jahres.

Unvergessen machte ihn seine Aktion im WM-Viertelfinale 1986, als er den Ball gegen England mit der Faust ins Tor beförderte. Danach behauptete Maradona, die "Hand Gottes" sei im Spiel gewesen. Mit Argentinien wurde er 1986 Weltmeister, 1989 gewann er mit Neapel den Uefa-Pokal. Abseits des Spielfeldes geriet der Argentinier immer wieder wegen seines Drogenkonsums und seiner Liebschaften in die Schlagzeilen.

Nach dem Ende seiner Profikarriere trainierte Maradona die argentinische Nationalmannschaft, Al-Fujairah SC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und den mexikanischen Zweitligisten Dorados Sinaloa. Im vergangenen Jahr übernahm er schließlich den argentinischen Erstligisten Gimnasia y Esgrima La Plata.

les AFP

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