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Eintracht Frankfurt: Zurück ins Oberhaus

Mit dem 3:0-Sieg über Wacker Burghausen hat Eintracht Frankfurt seine Rückkehr in die 1. Bundesliga perfekt gemacht. Während die Aufsteiger sich feiern lassen, knirschen die Münchner "Löwen" mit den Zähnen.

Mit ihrem Sieg verteidigten die Frankfurter am letzten Spieltag der 2. Bundesliga ihren dritten Aufstiegsplatz und begleiten den 1. FC Köln und den MSV Duisburg in die Eliteliga. "Das ist die Krönung einer fantastischen Saison", jubelte Trainer Friedhelm Funkel. "Es war mein Wunsch, noch einmal Bundesliga zu spielen, bevor meine Karriere ausläuft", sagte Frankfurts Stürmer Arie van Lent. "Ich bin glücklich, erschöpft und erleichtert." Großer Verlierer des letzten Spieltags war 1860 München, das daheim gegen LR Ahlen 3:4 verlor und den Wiederaufstieg verpasste. Vierter Absteiger in die Regionalliga ist Eintracht Trier.

Der Weg nach oben

Früh hatten die Frankfurter die Weichen auf die Rückkehr ins Oberhaus gestellt: Benjamin Köhler traf in der 17. Minute zur Führung, Alexander Meier beeendete in der 66. Minute das Nervenspiel und besiegelte den Aufstieg. Markus Beierle traf in der 90. Minute zum Endstand, dann endlich konnten Freudentränen und die obligatorischen Bierduschen in Strömen auf dem Weg zur Aufstiegsparty auf dem Römer fließen.

"Wir müssen auf ein Wunder in Frankfurt hoffen", hatte Münchens Trainer Reiner Maurer im Vorfeld des Fernduells um den Aufstieg angesichts von einem Punkt Rückstand prophezeit. Für kurze Zeit sah es im Fernduell nach einem blauen Wunder aus, als Marcel Schäfer die "Löwen" in der 12. Minute in Front schoss. Doch innerhalb von nur 60 Sekunden mussten die Münchner einen Doppelschlag der Gäste hinnehmen: Zunächst traf Sladan Asanin per Kopf, dann traf Babacar N’Diaye.

Wechselbad der Gefühle

Remo Meyer glich aus, "Löwen"-Torwart Timo Ochs parierte einen Strafstoß von Stanko Svitlica. Die Ahlener gaben im Kampf gegen den Abstieg nicht auf und gingen erneut durch Asanin in Führung. Jiayi Shao schaffte den Ausgleich, Christian Mikolajczak sicherte den Gästen aber den Klassenverbleib. Während die Ahlener am Ende jubelten, müssen die "Löwen" in der "Allianz Arena" ein weiteres Jahr Zweitklassigkeit erleben. "Es ist bitter, wenn man so eine Chance hat und es nicht klappt", sagte Präsident Karl Auer. "Gratulation an Frankfurt", sagte Stürmer Paul Agostino. "Nächste Saison werden wir es machen."

Sommerfußball boten die Bundesliga-Rückkehrer Köln und Duisburg: Vor mit 50 400 Zuschauern ausverkauftem Haus gewannen die Domstädter durch drei Tore von Lukas Podolski, der sich mit 24 Treffern die Torschützenkrone sicherte, und einem Tor von Andrew Sinkala mit 4:0 und beendeten die Saison als Klassenprimus. Mit einem Sieg beendete die SpVgg Greuther Fürth die Saison: Die Franken gewannen im Duell der Enttäuschten bei Alemannia Aachen mit 1:0.

Untergangsstimmung in Trier

Durch den Erfolg von Ahlen in München müssen die Moselaner den Gang in die Regionalliga antreten. Trier kam im Südwestderby beim 1. FC Saarbrücken über ein 1:1 nicht hinaus und muss nun wegen der nur um einen Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber Energie Cottbus absteigen. "Das ist sehr bitter für uns, ich kann nicht an morgen denken", sagte Trainer Paul Linz. Rot-Weiß Erfurt, Rot-Weiß Essen und Rot-Weiß Oberhausen standen schon vor dem letzten Spieltag als Absteiger fest.

Oberhausen, das vor einem Jahr als Tabellenfünfter nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatte, kam gegen Erzgebirge Aue zu einem 1:1. Unterhaching siegte in Essen mit 1:0, Erfurt verlor bei Dynamo Dresden mit 1:2 und beendete die Saison als Schlusslicht. Der Karlsruher SC besiegte Cottbus am letzten Spieltag mit 3:2.

Michael Fox/DPA / DPA

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