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EM 2012 Niederlande stoppt Englands Aufholjagd


Die englische Nationalmannschaft hatte beim 2:3 dank zweier später Tore tatsächlich Morgenluft geschnuppert, doch Arjen Robben setzte allen Hoffnung auf einen Punkteteilung zwischen den Engländern und der Niederlande in der Nachspielzeit ein Ende.

Arjen Robben hat mit einem Doppelpack (57./91.) für den 3:2 (0:0)-Auswärtserfolg der Niederlande in England gesorgt. Robben und Klaas-Jan Huntelaar (59.) hatten eigentlich für klare Oranje-Verhältnisse gesorgt, ehe Gary Cahill (85.) und Ashley Young (90.) ausgleichen konnten, doch Robbens zweiter Streich sorgte für den verdienten Erfolg der Niederländer.

Robben - der mit Abstand beste Mann auf dem Feld - legte mit einem beeindruckenden Solo über den halben Platz den Grundstein zum niederländischen Sieg. Huntelaar war bei seinem Kopfballtor mit Chris Smalling brutal zusammengerasselt und musste nur rund eine Viertelstunde nach seiner Einwechselung wieder vom Platz. Smalling, der noch länger liegengeblieben war, wurde ebenfalls ersetzt.

Vor 76.283 Zuschauern in Londons nicht ausverkauftem Fußball-Tempel zogen sich die sehr jung aufgestellten Three Lions, die erst kürzlich den überraschenden Abschied von Nationalcoach Fabio Capello zu verkraften hatten, gegen den WM-Zweiten achtbar auf der Affäre.

Parker als Kapitän

Der bisher nur für dieses eine Spiel berufene Interimscoach Stuart Pearce hatte zudem zahlreiche verletzungsbedingte Absagen zu beklagen, darunter Stürmerstar Wayne Rooney (Halsentzündung). Zum vorläufigen Kapitän berief er überraschend Mittelfeldspieler Scott Parker als Nachfolger des abgesetzten John Terry.

In der Oranje-Startelf stand ein England-Legionärs-Quartett angeführt vom Premier-League-Topscorer und Arsenal-Superstar Robin van Persie, der zur zweiten Hälfte für Huntelaar Platz machte. Im Gegensatz zum einzigen deutschen Teilnehmer der Partie: Referee Felix Brych. Der Münchner nahm die vereinzelten Pfiffe gegen sich im Fußball-Mutterland gelassen und pfiff das am Ende äußerst turbulente Spiel souverän.

Der letzte Sieg der Engländer gegen die Niederländer war das 4:1 in der Vorrunde der EM 1996 - just in Wembley. Und dabei bleibt es auch vorerst.

Spanien mit Kantersieg

Spanien hat zum Start des EM-Jahres einen Kantersieg eingefahren. Gegen Venezuala feierte der Welt- und Europameister in Málaga ein 5:0 (2:0). Mann des Tages war der dreifache Torschütze Roberto Soldado vom FC Valencia.

Der Angreifer wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt und schraubte anschließend den Erfolg der Spanier in der 50., 53 und 84. Minute in die Höhe. Zuvor hatten Andres Iniesta und Daniel Silva für das Team von Trainer Vicente del Bosque getroffen.

Dänemark unterliegt Russland

Deutschlands Vorrundengegner Dänemark sucht noch nach seiner EM-Form. 100 Tage vor Turnierbeginn unterlag die Mannschaft von Trainer Morten Olsen am Mittwoch in Kopenhagen gegen Russland mit 0:2 (0:2).

Überragender Spieler bei den Gästen war Andrei Arshavin von Zenit St. Petersburg. Der Torjäger bereitete in der 4. Minute das Führungstor von Clubkollege Roman Shirokov vor und traf dann kurz vor der Pause selbst per Fernschuss zum 2:0 (45.).

Ukraine verliert Linie, gewinnt aber gegen Israel

Co-Gastgeber Ukraine startete dagegen mit einem Erfolgserlebnis ins EM-Jahr. Das Team von Trainer Oleg Blochin gewann den Test in Israel mit 3:2 (2:0). Oleg Gusev (17. Minute) per Foulelfmeter, Jewgeni Konopljanka (45.) und Andrej Jarmolenko (61.) erzielten in Tel Aviv die Tore für die Gäste.

"Wir haben in der ersten Hälfte gut gespielt, dann aber die Linie etwas verloren. Das darf uns bei der EM nicht passieren", warnte Blochin. Die Ukrainer sind im Juni neben Polen Ausrichter der Europameisterschaft. In Gruppe D bekommt es das Team mit Schweden, Frankreich und England zu tun.

Szalai und Pizarro treffen

Für einige Bundesliga-Spieler gab es zwar Tore, aber keine Siege. Der Mainzer Adam Szalai erzielte beim 1:1 (1:0) seiner Ungarn gegen Bulgarien den Führungstreffer, den Waleri Bojinov aber drei Minuten vor Schluss noch ausgleichen konnte. Bremens Top-Torjäger Claudia Pizarro rettete Peru mit seinem Elfmetertreffer ein 1:1 (1:1) in Tunesien.

Pizarros Bremer Vereinskollege Mehmet Ekici und der ehemalige Dortmunder Nuri Sahin verloren mit der Türkei das Heimspiel gegen die Slowakei mit 1:2 (0:2). Kanada unterlag nach einem frühen Treffer des Kölner Abwehrspielers Kevin McKenna noch 1:3 (1:1) gegen Armenien.

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