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Niederlage gegen Italien: Die Stimmen zum Spiel

Kapitän Philipp Lahm spricht von "Riesenfehlern bei den Gegentoren" und Bundestrainer Joachim Löw sieht bei seinem Team trotz der Niederlage ein "großes Herz" - die Stimmen zum Spiel.

Kapitän Philipp Lahm: "Das ist sehr, sehr bitter. Wir haben Riesenfehler gemacht bei den Gegentoren. Wenn man gegen Italien solche Fehler macht und in Rückstand gerät, dann wird es sehr schwierig. In unserer Mannschaft steckt so viel Potenzial, aber wenn man das nicht umsetzen kann, dann gewinnt man eben nicht."

Bundestrainer Joachim Löw:

"Die Enttäuschung ist für alle groß. Man sollte nicht den Fehler machen, alles zu hinterfragen. Die Mannschaft hat insgesamt ein gutes Turnier gespielt. In der Kabine fließen Tränen. Da ist es mucksmäuschenstill. Wenn man in der ersten Halbzeit zwei Gegentore kriegt, dann wird es schwer. Trotzdem hat die Mannschaft ein großes Herz gezeigt. Die Tore sind entstanden durch Fehler hinten. Nach dem 0:1 waren wir nicht mehr so klar und gut organisiert."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Die große Niedergeschlagenheit der Spieler in der Kabine ist fast körperlich zu spüren. Da braucht es eine gewisse Zeit, um aus dem Loch wieder rauszukommen. Es ist immer wieder das Gleiche, wenn man gegen Italien spielt. Es ist ein Stück weit zum Verzweifeln."

Miroslav Klose:

"Vom Kopf her wollten wir ins Finale. Die Hürde Italien war aber leider zu hoch. Vielleicht war da der Respekt im Hinterkopf, dass wir bei einem großen Turnier noch nie gegen Italien gewonnen haben. Das hat vielleicht eine Rolle gespielt. Jetzt muss ich das erstmal sacken lassen. Ich kann mir vorstellen, noch zwei Jahre zu spielen."

Toni Kroos:

"Man hat an der Entstehung der Gegentore gesehen, dass sie vermeidbar waren. Wenn man 0:2 zur Halbzeit zurückliegt, ist es sehr schwer. Wir haben alles gegeben. Man hat gesehen, dass wir auch gegen eine tiefstehende Mannschaften unsere Möglichkeiten hatten. Im Endeffekt hat es nicht gereicht."

Oliver Bierhoff:

"Nach so einer Niederlage ist man tierisch enttäuscht. Jeder fällt in ein tiefes Loch. Wir haben an unser Ziel geglaubt und es nicht gepackt. Wir waren nicht so zwingend, dass wir als Sieger vom Platz hätten gehen müssen. Die Mannschaft hat Entwicklungspotenzial. Wir glauben an die Jungs. Sie werden die Erfahrung mitnehmen.

Claudio Marchisio:

"Das war ein unglaubliches Spiel. In der ersten Halbzeit waren wir grandios, Mario Balotelli war kaltschnäuzig. Jetzt wollen wir den Titel. Das wird ein grandioses Finale. Das ist ein Sieg für die Millionen von Fans in der von Krisen gebeutelten Heimat."

Giorgio Chiellini:

"Vor 20 Tagen war das nur ein Traum, jetzt ist es ein Traum, den Millionen Italiener mit uns erleben. Jetzt genießen wir wenige Minuten den Sieg, dann wollen wir den Traum perfekt machen."

Federico Balzaretti:

"Wir waren großartig. Das war ein fantastisches Spiel gegen eine großartige Mannschaft."

Riccardo Montolivo:

"Wir sind alle glücklich. Wir sind jetzt im Finale und haben gegen eine Top-Mannschaft gewonnen. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt."

tis/DPA / DPA

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