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Fußball-EM 2012: Timoschenko-Proteste in Kiew

Vor dem Spiel der Ukraine gegen Schweden versammelten sich Anhänger von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko in Kiew. Sie trafen sich vor dem Olympiastadion und im Zentrum der Haupstadt, um gemeinsam gegen Präsident Viktor Janukowitsch zu demonstrieren.

Vor der ersten EM-Partie von Co-Gastgeber Ukraine gegen Schweden (20.45 Uhr) haben Anhänger der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko in Kiew protestiert. Vor dem Olympiastadion und vor der Fanzone im Zentrum der Hauptstadt verteilten Mitglieder der oppositionellen Vaterlandspartei am Montagabend Tausende T-Shirts mit dem Aufdruck "Free Yulia". Der Protest richte sich vor allem gegen Präsident Viktor Janukowitsch, sagte ein Sprecher der Veranstalter der Nachrichtenagentur DPA.

Der Staatschef gilt als größter Rivale der in Haft erkrankten Oppositionsführerin. Kritiker werfen Janukowitsch vor, die demokratischen Errungenschaften der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 in der Ukraine wieder schrittweise abzuschaffen.

Timoschenkos Tochter Jewgenija, die am Mittwoch in Deutschland Politiker treffen wird, sprach unterdessen in Kiew mit westlichen Vertretern. Mit dem polnischen Ex-Staatschef Aleksander Kwasniewski und dem aus Irland stammenden ehemaligen EU-Parlamentspräsidenten Pat Cox erörterte sie die Lage vor weiteren Prozessterminen gegen die Oppositionsführerin. "Ich verstehe diese Mission als Fortsetzung eines Beschlusses des Europäischen Parlaments, das Ende Mai die Strafverfolgung meiner Mutter als politisch bezeichnet hat", sagte Jewgenija Timoschenko. Die Inhaftierung der 51-Jährigen belastet die Fußball-Europameisterschaft in der Ex-Sowjetrepublik.

jat/DPA / DPA
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