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Portugiesischer Star Ronaldo rät zu Wasser statt Softdrinks – doch er selbst machte schon Werbung für Cola und Fastfood

EM 2021: Cristiano Ronaldo schiebt Softdrinks weg – droht Sponsoren-Ärger?
Sehen Sie im Video: Ronaldo schiebt Softdrinks weg – droht jetzt Sponsoren-Ärger?




Eigentlich untypisch für Cristiano Ronaldo, dass er einen großen Sponsor schlecht macht. Doch hier geht es ihm vermutlich um ein höheres Gut, nämlich die Gesundheit der Menschen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der Portugiesen bei der Euro 2020 gegen Ungarn am Dienstag, schob der fünfmalige Weltfußballer zwei Softdrink-Flaschen weg und sagte: "Trinkt Wasser!" Von den Sponsoren droht diesbezüglich vermutlich noch etwas Ärger. Aber wenn sich das jemand erlauben kann, dann ist das Cristiano Ronaldo. Und dass nun darüber geredet wird, hat ja dann auch wieder einen gewissen Werbe-Effekt.
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Keine Cola, lieber Wasser: Cristiano Ronaldo hat mit einem Auftritt auf einer Pressekonferenz für Aufsehen gesorgt. Allerdings drehte der Portugiese früher selbst Werbeclips für Coca-Cola und KFC.

Für seinen nahezu fanatisch gesunden Lebensstil ist Cristiano Ronaldo bekannt. Ernährung und Schlaf sind perfekt auf seinen Beruf als Profisportler abgestimmt – auch das hat ihn zu einem der besten Fußballer der Welt gemacht. Wie wenig der Portugiese von Softdrinks und anderen kleinen Ernährungssünden hält, hat er bei einer Pressekonferenz während der Fußball-EM gezeigt. Ronaldo schob ein paar Cola-Flaschen zur Seite, stellte demonstrativ eine Flasche Wasser vor sich und sagte: "Trinkt Wasser!"

Die Szene passt zum disziplinierten und professionellen Ronaldo. Doch der 36-Jährige war Softdrinks und Fast Food gegenüber offenbar nicht immer so negativ eingestellt. Ronaldo hatte sogar einen Werbevertrag mit ebenjener Firma, der er nun mit seinem Auftritt auf der Pressekonferenz so schlechte PR bescherte: Coca-Cola. 2008 – damals war der Portugiese 22 Jahre alt – warb er mit folgendem Clip für das Getränk. Im Internet sind nur noch ein paar Kopien der Werbung in schlechter Qualität verfügbar.

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Cristiano Ronaldo machte Werbung für Coca-Cola und KFC

Ronaldo wird deshalb in den sozialen Netzwerken von einigen Fans als "Heuchler" bezeichnet, Kritiker werfen ihm "Doppelmoral" vor. Er habe sich von Coca-Cola für die Werbung bezahlen lassen, obwohl er nicht hinter dem Produkt stehe. Auch ein weiteres frühes Werbeengagement von Ronaldo passt nicht mit seinen heutigen Einstellungen zusammen: Er trat in einer Kampagne der Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken auf, die Fernsehzuschauer für frittierte Hähnchen begeistern sollte.

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Heute ist Cristiano Ronaldos Haltung klar – nicht erst, seitdem er auf der Pressekonferenz die Coca-Cola-Flaschen aus dem Bild räumte. Der Superstar isst täglich sechs kleine Mahlzeiten im Abstand von drei bis vier Stunden. Obst, Gemüse, Vollkornnudeln, frischer Fisch und Hähnchenfleisch stehen auf dem Speiseplan. Zucker, Alkohol und industriell produzierte Lebensmittels sind tabu. Das Ergebnis: Ronaldo gehört auch mit 36 Jahren noch zur Weltklasse.

Die Produkte von EM-Sponsor Coca-Cola sind für den fünffachen Weltfußballer damit schon länger keine Option mehr. Das versucht er auch als Vorbild vor allem an jüngere Fans weiterzugeben. Mit seiner enormen Popularität wurde Ronaldo dadurch auch eine ernstzunehmende wirtschaftliche Gefahr für den Getränkeriesen. Die Aktie von Coca-Cola brach um 1,6 Prozent ein, das Unternehmen verlor vier Milliarden an Wert.


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