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Wembley-Chaos Vater von Englands Harry Maguire bei Tumulten vor EM-Finale verletzt

Euro 2020 Top 100 Harry Maguire
Euro 2020 Top 100 Harry Maguire
© Getty Images
Unter den Verletzten der Gewaltexzesse vor dem EM-Finale zwischen Italien und England war auch der Vater von "Three Lions"-Verteidiger Harry Maguire. Der Mann erlitt Rippenbrüche und kämfpte mit Atemnot.

Bei den Tumulten rund um das Wembley-Stadion vor dem EM-Finale zwischen Italien und England am vergangenen Sonntag sind 19 Polizisten verletzt worden. Auch unbeteiligte Fans wurden in Mitleidenschaft gezogen – darunter auch der Vater des Abwehrchefs der "Three Lions", Harry Maguire.

"Mein Vater war bei der Massenpanik dabei. Ich habe nicht allzu viel mit ihm gesprochen, aber ich bin froh, dass meine Kinder nicht zum Spiel gegangen sind. Es war beängstigend. Er sagte, dass er Angst hatte und ich möchte nicht, dass jemand so etwas bei einem Fußballspiel erlebt", erzählte Maguire der "Sun".

England: Maguires Vater offenbar mit Rippenbrüchen

Den Schilderungen des Innenverteidigers zufolge seien sein Vater und sein Berater Kenneth Sheperd "unter den Füßen zerquetscht" worden, als sie sich auf den Weg zu ihren Sitzplätzen machen wollten. Anhänger seien durch einen behindertengerechten Eingang in das Stadion eingedrungen und hätten Maguires Vater schlichtweg überrannt.

Dieser erlitt offenbar Rippenbrüche und hatte anschließend mit Atemnot zu kämpfen. Das Spiel schaute er sich dennoch an. "Er hatte danach Probleme mit dem Atmen wegen seiner Rippen, aber er ist keiner, der viel Aufhebens macht", sagte Maguire.

Der Ansturm ticketloser Fans auf das Wembley-Stadion, in dessen Folge sich Hunderte gewaltsam Zutritt verschafft hatten, wird besonders für den englischen Fußballverband FA Konsequenzen haben. Die Uefa hat Ermittlungen eingeleitet, der FA droht eine saftige Geldstrafe und mindestens ein Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

EM-Finale: Ordner sogar mit Waffen bedroht

53 Menschen waren rund ums Stadion festgenommen worden. Schilderungen eines Ordners im "Mirror" legen nahe, dass die Sicherheitskräfte sogar mit Waffen bedroht wurden, damit sie die Fans ins Stadion lassen.

Andere, wie ein anonymer 24-Jähriger Organisator einer Telegram-Gruppe, in der das Eindringen ins Stadion geplant wurde, behaupten, dass Ordner sich hätten bestechen lassen. "Ich wäre geschockt, wenn weniger als 5000 ohne Ticket hineingekommen wären", sagte er dem "Guardian".

dho Goal

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