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EM-Finale in Wembley Blut auf den Sitzen: Enkelin der Queen gerät zwischen randalierende Fans

Mike und Zara Tindall beim Pferdrennen in Ascot
Mike und Zara Tindall beim Pferdrennen in Ascot
© Alan Crowhurst / Getty Images
Zara Tindall, Enkelin von Queen Elizabeth II., und ihr Mann Mike verfolgten das EM-Finale im Wembley-Stadion. Vorm Anstoß wurde das Paar Zeuge einer blutigen Auseinandersetzung zwischen englischen Fans.

Rund 60.000 Menschen verfolgten am Sonntagabend im Londoner Wembley-Stadion das dramatische EM-Finale zwischen Italien und England. In der königlichen Box waren Prinz William, Herzogin Kate und ihr Sohn George zu Gast. Aber auch Promis wie Schauspieler Tom Cruise, Model Kate Moss oder Ex-Kicker David Beckham durften dort sitzen.

Zwei Mitglieder des Königshauses entschieden sich dagegen für gewöhnliche Plätze auf den Rängen: Zara und Mike Tindall. Die 40-Jährige ist die Tochter von Prinzessin Anne und damit Enkelin der Queen. Tindall trägt keinen Adelstitel und führt mit ihrem Mann, Ex-Rugbyspieler Mike Tindall, ein weitgehend normales Leben. Dass sie das Spiel nicht in der Vip-Loge, sondern inmitten dutzender Fans verfolgten, ist also naheliegend. Trotzdem dürfte die dreifache Mutter den Abend mit gemischten Gefühlen in Erinnerung behalten.

Prügelnde Fans neben Zara und Mike Tindall

Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, kam es vor Anstoß zu einer Prügelei zwischen zwei Männern, einem wurde demnach die Nase gebrochen. "Die Stimmung war angespannt, weil es ziemlich voll geworden war. Es herrschte ein absolutes Chaos", zitiert die "Sun" eine anonyme Quelle. Mike Tindall habe eingegriffen und die beiden Streithähne getrennt, bevor die Stadion-Security zur Stelle war. Auf dem Sitz von Zara Tindall seien einige Blutspritzer gelandet, die die 40-Jährige mit einem Taschentuch wegwischte.

Fans ohne Tickets versuchten, das Stadion zu erstürmen

Bereits vor Spielbeginn war es in Wembley zu unschönen Szenen gekommen, als mehrere Fußballfans versucht hatten, ohne Tickets ins Stadion zu gelangen. Die Anhänger durchbrachen Barrieren, erstürmten Treppen und lieferten sich Verfolgungsjagden mit dem Sicherheitspersonal. Auch nach dem Spiel gab es zahlreiche Randale und Prügeleien. Die Polizei teilte mit, dass in London 86 Menschen wegen einer Vielzahl von Straftaten festgenommen worden seien, davon 53 in Wembley.

Für Zara und Mike Tindall scheint der Abend nach dem anfänglichen Tumult glimpflich verlaufen zu sein. Der 42-Jährige teilte auf Twitter Fotos aus dem Stadion und schrieb: "Ich bin sehr stolz auf das englische Team. Es war heute nicht Englands Abend, aber diese Truppe von Spielern hat einen großen Schritt nach vorn gemacht. Ich denke, wir werden noch viele Jahre lang bei Turnieren mitspielen! Gut gemacht, Jungs!"

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jum

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