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FC Bayern: Hoeneß setzt Ribéry unter Druck

Kaum läuft es beim FC Bayern München sportlich wieder rund, schlägt Präsident Uli Hoeneß in Sachen Personalplanung einen anderen Ton an. Vor allem seinen Topstar Franck Ribéry setzt Hoeneß unter Druck. Derweil könnte im Winter ein Verteidiger von Arsenal London nach München wechseln.

Es geht aufwärts beim FC Bayern München. In der Champions League im Achtelfinale, in der Bundesliga immer noch mit der Möglichkeit auf die Herbstmeisterschaft. Kaum läuft es sportlich wieder rund, meldet sich Präsident Uli Hoeneß zu Wort. Es geht um die Personalie Franck Ribéry. "Wenn Ribéry im Frühjahr seinen Vertrag nicht verlängert, wäre es wirtschaftlich unverantwortlich, ihn noch zu behalten, denn dann ist er 2011 ablösefrei", sagte Hoeneß der Münchener Abendzeitung bei einem Fanclubtreffen.

Nach den Streicheleinheiten während der Verletzungspause des Franzosen in den letzten Wochen geht Hoeneß nun also wieder in die Offensive und macht seinem Topstar Druck. Entweder Ribéry unterschreibt einen neuen Vertrag, oder er wird im Sommer für eine stolze Summe an die lauernden Spitzenclubs verkauft.

Ribéry gegen Hertha wohl vor Comeback


Dem Comeback des Franzosen steht derweil nichts mehr im Weg. "Es geht ihm besser als je zuvor, weil er ohne Schmerzen trainieren kann", sagte Trainer Louis van Gaal am Dienstag auf der Internetseite des deutschen Fußball- Rekordmeisters und stellte dem Franzosen im letzten Bundesliga- Hinrundenspiel am Samstag gegen Hertha BSC Berlin einen Kurzeinsatz in Aussicht: "Ich denke, dass Ribéry vielleicht einige Minuten eingewechselt werden kann." Nach hartnäckigen Problemen am linken Knie wird der französische Nationalspieler erstmals seit zwei Monaten wieder im Bayern-Kader stehen.

Am trainingsfreien Montag und Dienstag übte Ribéry noch allein, an diesem Mittwoch soll der 26-Jährige ins Mannschaftstraining zurückkehren. Noch sei er nicht bei 100 Prozent, betonte Ribéry, "ich weiß, dass ich noch ein paar Trainingseinheiten brauche". Trotzdem hofft der Dribbelkünstler am Samstag auf ein Comeback. "Wenn ich in der Allianz Arena vor unseren Fans auf den Rasen zurückkehren und 20 Minuten spielen könnte, wäre ich sehr glücklich", sagte Ribéry, der bisher erst fünfmal in der Startelf des FC Bayern stand, das letzte Mal beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 3. Oktober.

Sein Reha-Programm konnte Ribéry in den vergangenen Wochen immer weiter steigern. Am Wichtigsten war dem Offensivspieler dabei, dass er oft auf dem Rasen trainieren konnte. "Darüber bin ich sehr froh, denn das macht mir Spaß", berichtete der Franzose, "ich trainiere lieber auf dem Rasen als drinnen im Leistungszentrum". Nach dem Weihnachtsurlaub und beim Start der Rückrundenvorbereitung wolle er voll angreifen und dann mit den Bayern die Meisterschaft und den DFB- Pokal gewinnen. Um sich mit zwei Titeln nach Spanien oder England zu verabschieden?

Kommt Senderos im Winter an die Isar?


Neben der Personalie Ribéry werden in München derzeit allerdings auch andere internationale Topspieler heiß diskutiert. Die Gerüchteküche brodelt. Die Wintertransfers stehen vor der Tür. So steht der Schweizer Abwehrspieler Philippe Senderos vom FC Arsenal angeblich vor einem Wechsel zu den Bayern, auch der Brasilianer Adriano wird mit den Münchnern in Verbindung gebracht. Nach Angaben des britischen Portals "Mirror Football" ist der Wechsel von Philippe Senderos an die Isar bereits fix. 1,1 Millionen Euro soll der 24 Jahre alte Innenverteidiger, der bei Arsenal keinen Stammplatz mehr hat, kosten. Das brasilianische Internetportal Terra Esportes spekuliert derweil über ein angebliches Interesse der Bayern an Torjäger Adriano von Flamengo Rio de Janeiro. Adriano war erst im Mai von Inter Mailand nach Brasilien zurückgekehrt.

Definitiv abgehakt hat indes Luca Toni das Kapitel FC Bayern. In den nächsten zehn Tagen werde es eine Entscheidung geben, sagte der Angreifer, der sich mit van Gaal überworfen hat, bei einer Fanklub-Weihnachtsfeier in Südtirol. Seine Reise gehe "auf jeden Fall weg aus München. Hier habe ich keine Chance mehr." Auf die Frage eines Jungen, ob es denn keine Möglichkeit mehr gebe, meinte Toni: "Nein, eher gewinnst Du im Lotto." Sein ehemaliger Sturmpartner Miroslav Klose sieht dagegen seine Zukunft weiter in München. An Spekulationen, er stehe mit dem Hamburger SV in Verbindung, sei gar nichts dran: "Ich habe beim FC Bayern noch eineinhalb Jahre Vertrag und würde diesen auch gerne verlängern, denn es gefällt mir ausgesprochen gut in München", sagte der Nationalspieler.

DPA/sid/feh

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