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Eklat im Istanbuler Derby: Spielabbruch nach Attacke gegen Besiktas-Trainer

Städte-Derbys in Istanbul haben es oft in sich. Im Halbfinal-Rückspiel im türkischen Pokal zwischen Fenerbahce und Besiktas kam es nun zu besonders heftigen Ausschreitungen. Das Spiel musste abgebrochen werden, nachdem Gäste-Trainer Günes am Kopf verletzt wurde.

Senol Günes, Trainer von Besiktas, sitzt mit einem Eisbeutel auf der Bank

Senol Günes (l.), Trainer von Besiktas Istanbul, hält sich eine Tüte Eis auf den Kopf, nachdem er von einem Gegenstand am Kopf getroffen und verletzt wurde.

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Das Halbfinal-Rückspiel im türkischen Pokal zwischen den Istanbuler Stadtrivalen Fenerbahce und Besiktas wurde nach einer Stunde beim Stand von 0:0 wegen Zuschauer-Ausschreitungen abgebrochen. Nachdem Gäste-Trainer Senol Günes in aufgeheizter Atmosphäre von einem Gegenstand am Kopf verletzt worden war und sich ärztlich versorgen lassen musste, zog sich das Team von Besiktas geschlossen in die Kabine zurück und wurde von Einsatzkräften der Polizei abgeschirmt. Bei dem Gegenstand soll es sich um eine Sitzschale gehandelt haben. Nach Medienberichten musste Günes' Wunde mit mehreren Stichen genäht werden.

Senol Günes

Senol Günes (M., unten), Trainer von Besiktas Istanbul, liegt, nachdem er von einem Gegenstand am Kopf getroffen und verletzt wurde, auf dem Rasen. 

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Daraufhin pfiff Schiedsrichter Mete Kalkavan die Partie nicht mehr wieder an, nachdem er zuvor etwa 20 Minuten abgewartet hatte, ob sich die Situation im Stadion beruhigt.


Drei Platzverweise im Hinspiel zwischen Besiktas und Fenerbahce

Bereits im Hinspiel, in dem sich beide Teams 2:2 getrennt hatten, hatte es wegen der unfairen Spielweise beider Mannschaften drei Feldverweise gegeben. Im Rückspiel zeigte der Referee schon nach 30 Minuten wegen einer rüden Attacke die Rote Karte gegen Besiktas-Verteidiger Pepe. Sein Teamgefährte Ricardo Quaresma wurde von hitzigen Fenerbahce-Anhängern bei der Ausführung eines Eckballs von einem Schlüsselbund getroffen.

Ob die Partie wiederholt wird, steht noch nicht fest. Zunächst muss sich nun der türkische Fußballverband mit den Ausschreitungen und der Wertung des Spiels befassen.  

vit / DPA

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