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Real mit Toni Kroos: CL: Formstarker BVB empfängt Titelverteidiger Real Madrid

Borussia Dortmund ist zweifelsfrei die Mannschaft der Stunde. Der BVB empfängt nach dem besten Bundesliga-Start der Vereinshistorie am Dienstag Real Madrid. Ein Sieg gegen den Champions-League-Primus ist eigentlich Pflicht für die Borussen, wenn sie das Achtelfinale erreichen wollen.

Es läuft einfach für den BVB unter Trainer Peter Bosz: Tabellenerster in der Bundesliga, ungeschlagen mit einem Torverhältnis von 19:1. Die Offensive glänzt und ist variabel, die Defensive steht stabiler denn je. Vieles erinnert an die Zeit unter Jürgen Klopp, der den BVB 2011 und 2012 zu zwei Meisterschaften führte. Es könnte nicht besser laufen für die Westfalen, wäre da nicht der Fakt, dass man nach der Niederlage im ersten Champions League Spiel gegen die Tottenham Hotspurs schon mächtig unter Druck steht. Will man sicher das Achtelfinale in dieser Gruppe erreichen, ist ein Sieg im zweiten Spiel Pflicht.

Und genau zu diesem Spiel empfängt der BVB ausgerechnet den Titelverteidiger aus der spanischen Hauptstadt, Real Madrid (Dienstag 20:45/Sky). Doch vielleicht kommen die "Königlichen" genau zum richtigen Zeitpunkt in den Signal-Iduna Park. Nach einem für die eigenen Ansprüche katastrophalen Start in der Liga, zeigte die Formkurve der Madrilenen nur zuletzt beim 1:2 Auswärtssieg bei Deportivo Alaves leicht nach oben.

Der Double-Sieger von 2017 um Weltmeister Toni Kroos ist in diesem Jahr verwundbar. Cristiano Ronaldo muss sich nach seiner Sperre erst noch finden und vor allem die Defensive scheint nicht so gefestigt zu sein, wie im letzten Jahr. Dazu fallen wichtige Stammspieler verletzungsbedingt aus. Die Chance für die Offensivkraft der Borussen, sich auch auf internationaler Bühne so treffsicher zu zeigen ?

Real mit Personalsorgen, BVB mit Luxusproblem?

Toni Kroos fehlte gegen Alaves noch verletzungsbedingt, meldete sich rechtzeitig zum Champions-League-Kracher in Dortmund aber wieder fit, wie die vereinsnahe Website "Real Total" berichtet. Die Langzeitverletzten Marcelo und Karim Benzema fallen weiterhin aus. Damit büßt Real im Sturm und in der Defensive enorm an Qualität ein. Borussia Dortmund kann fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzten Reus,, Rode, Durm und Schmelzer hat der BVB exakt den Kader zur Verfügung, mit dem sie diesen fulminanten Saisonstart hinlegten. Das Problem für Borussia Dortmund's Trainer Peter Bosz wird wohl sein, die richtige Taktik und die richtige Aufstellung für das Spiel zu finden. Beispielsweise die Entscheidung, ob man auf den gegen Gladbach überragend aufspielenden Maximilian Phillipp setzt, oder auf Qualität und Erfahrung in Person von Andrey Yarmolenko. 

Die Statistik spricht für den BVB

BVB.de zeigt die beeindruckende Statistik der Borussen in Heimspielen gegen die "Königlichen" auf. Noch nie verlor man ein Heimspiel gegen Real. Drei Siege und drei Unentschieden gab es in den bisherigen sechs Aufeinandertreffen im Signal-Iduna Park. Darunter das fulminante 4:1 vor vier Jahren mit einem Viererpack von Robert Lewandowski. In den letzten letzten Duellen in der vergangenen Spielzeit in der Gruppenphase ging es sehr ausgeglichen zu. Beide Spiele endeten 2:2.

Beide Vereine befinden sich im Zugzwang. Borussia Dortmund muss gewinnen, wenn sie den Anschluss an Real und Tottenhamen nicht verlieren wollen. Denn eine Niederlage der Spurs gegen Apoel Nikosia scheint eher unwahrscheinlich. Im Falle einer Niederlage hätte man bereits sechs Punkte Rückstand auf beide Teams. Real Madrid muss den Sieg einfahren, um seinen Standards wieder gerecht zu werden.

Die spanische Presse fand zuletzt nach den schwachen Auftritten in der Liga doch deutliche Worte für die mauen Offensivorstellungen der "Königlichen". Der Abstand auf den Rivalen Barcelona in der Liga beträgt bereits sieben Punkte. Eine Niederlage gegen Dortmund in der Champions-League, der Königsdisziplin der Madrilenen, wäre wohl Öl im Feuer der Kritiker. Man darf sich, so oder so, auf eine spannende Partie freuen. An Offensivspektakel mangelte es den Begegnungen in der jüngeren Vergangenheit zumindest nicht. 

fk

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