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DFB-Krise: Franz Beckenbauer: "Dankbarkeit bringt Löw nicht weiter"

Franz Beckenbauer hat sich zu dem WM-Aus der Nationalmannschaft, der Hymnendiskussion und der Zukunft des DFB-Teams geäußert. Besonders die Spieler kommen bei ihm nicht gut weg. 

Franz Beckenbauer

Franz Beckenbauer hält einen Neuanfang im DFB-Team für notwendig. 

DPA

Franz Beckenbauer hat sich für einen Neuaufbau in der Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen. "Ich hatte von außen auch den Eindruck, dass die Leidenschaft in den vier Jahren seit dem WM-Sieg etwas verwässert war. Deshalb ist ein Neuaufbau mit hungrigen, heißen Spielern richtig", sagte der 72-Jährige der "Bild" (Samstag). 

Franz Beckenbauer will Neuanfang in Nationalmannschaft

Der Münchner ist neben Frankreich-Coach Didier Deschamps und dem Brasilianer Mario Zagallo einer von drei Fußballern, die als Spieler und Trainer Weltmeister geworden sind. Das Singen der Nationalhymne spiele dabei auch eine Rolle, sagte Beckenbauer. "Wer vor dem Spiel singt, befreit sich selbst mehr, als wenn er Kaugummi kaut." Während der Weltmeisterschaft 1974 - die Beckenbauer als Spieler gewann -, sangen er selbst und seine Teamkollegen die Hymne allerdings nicht mit. 

Nach dem historisch frühen WM-Aus bestreitet das Team von Bundestrainer Joachim Löw am 6. September in München in der Nations League gegen den neuen Weltmeister Frankreich das erste Spiel. "Löw muss bei der Nominierung hart sein, Dankbarkeit bringt ihn nicht weiter", hatte Beckenbauer bereits unmittelbar nach dem Scheitern bei der Fußball-WM in Russland gefordert. Beckenbauer hatte die Pleite "auf die Einstellung der Spieler" zurückgeführt.

Links steht DFB-Präsident Reinhard Grindel an einem Rednerpult, rechts steht Mesut Özil in DFB-Trainingsjacke auf dem Platz
ls/DPA

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