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Frauen-Fußball: EM-Quali - DFB-Elf besiegt Türkei mit 5 -0

Die auf die Tribüne verbannte Bundestrainerin Silvia Neid zeigte sich von dem klaren Sieg gegen die Türkinnen nicht überzeugt und mahnte vor dem entscheidenden Duell gegen Spanien Verbesserungen an.

Mit einem 5:0 (2:0) in der Europameisterschafts-Qualifikation in der Türkei sind die deutschen Damen erfolgreich ins Jahr 2012 gekommen.

"Es lief nicht alles rund. Der letzte Pass kam zu oft nicht an. Dabei hatten wir gute Ideen. Daran müssen wir arbeiten", sagte Bundestrainerin Silvia Neid. In der Nachspielzeit musste Spielführerin Saskia Bartusiak in ihrem 50. Länderspiel mit Gelb-Rot vom Platz.

Mit den Treffern von Dzsenifer Marozsan (10. Minute), Celia Okoyino da Mbabi (11.), Linda Bresonik (71.) und Melanie Behringer (76./ 90.) übernahm die Nationalmannschaft dank der besseren Tordifferenz die Führung in der Gruppe zwei vor Spanien. Der hartnäckige Konkurrent, der am 31. März zum vorentscheidenden Spiel um den Gruppensieg in Mannheim erwartet wird, weist wie die DFB-Auswahl 13 Punkte auf. Die Türkei bleibt weiter sieglos am Tabellenende.

Neid auf der Tribüne

Nach einer gelungenen Anfangsphase mit der frühen Führung konnte sich Neid auf der Tribüne zurücklehnen. Die 47-Jährige musste das Coachen ihrer Assistentin Ulrike Ballweg überlassen. Neid hatte im November 2011 beim 2:2 in Spanien zu heftig die Schiedsrichter-Entscheidungen kritisiert und war von der UEFA für ein Spiel gesperrt worden.

Ohne vorbereitendes Testspiel ging die Nationalmannschaft in die Partie. Almuth Schult (Bad Neuenahr) feierte ihr Debüt und hütete für die verletzte Nadine Angerer (Frankfurt) das Tor. Zudem fehlten Inka Grings (Basel), Simone Laudehr (Duisburg) und Fatmire Bajramaj (Frankfurt).

Die deutlich umformierte Mannschaft gefiel in der ersten halben Stunde, in der nach dem Doppelschlag aber versäumt wurde, gegen die technisch limitierten Türkinnen das Ergebnis nach oben zu schrauben. "Wir waren ja alle bemüht, wollten das Beste. Aber man hat schon gemerkt, dass wir noch kein Pflichtspiel absolviert haben", meinte die starke Bresonik.

Türkische Mühen zahlen sich nicht aus

Das Bemühen setzte sich in der über weite Strecken schwachen zweiten Halbzeit fort. Es dauerte bis zur 71. Minute, ehe sich die deutsche Mannschaft wieder eine gute Chance erarbeitete. Marozsan traf den Pfosten, den Abpraller beförderte Bresonik über die Linie. Popp erhöhte wenig später auf 4:0. Die Türkei konnte sich nur einmal gefährlich vors deutsche Tor spielen. Arzu Karabulut, die in Köln geboren wurde und für Bayer Leverkusen in der Bundesliga spielt, scheiterte aber an Torfrau Schult.

sportal.de / sportal

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