HOME

FUSSBALL: 250 Millionen für die Fußball-WM

Nach mehr als einjährigen Verhandlungen haben sich ARD und ZDF mit der Kirch-Gruppe geeinigt, maximal 25 WM-Spiele für rund 250 Millionen Mark zu kaufen.

Die wichtigsten Spiele der Fußball-WM 2002 in Japan/Südkorea werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt. Nach mehr als einjährigen Verhandlungen haben sich ARD und ZDF mit der Kirch-Gruppe vertraglich geeinigt, maximal 25 Spiele des Turniers für rund 250 Millionen Mark zu kaufen. Das teilte die beiden Sender mit. Für das WM-Turnier 2006 in Deutschland haben ARD/ZDF eine Option zum Kauf erworben. Kirch, der den Rest der Spiele in seinem Pay-TV-Sender Premiere World zeigen will, hatte vom Weltfußballverband FIFA die europäischen Rechte für beide Turniere für 1,7 Milliarden Mark erworben.

33 Seiten Vetragsentwurf

Der Vertrag wurde am Mittwoch vom ARD-Vorsitzenden Fritz Pleitgen, ZDF-Intendant Dieter Stolte und Kirch-Vize Dieter Hahn unterzeichnet. Hart gerungen wurde bis zuletzt um eine von den ARD-Intendanten geforderte verbesserte Garantie zum Kauf der Spiele bei der WM in Deutschland. 33 Seiten stark ist der Vertragsentwurf, dem zufolge beide Anstalten für die WM 2002 zunächst 100 Millionen Mark weniger an den Münchner Medienunternehmer überweisen. Erst wenn Kirch bei den 2003 anstehenden, erneuten Verhandlungen dann ebenfalls 25 Spiele der WM 2006 an ARD und ZDF verkauft, erhält er die vollen 250 Millionen Mark für die WM 2002.

Analoge Übertragung

Der Vertrag zwingt ARD und ZDF allerdings dazu, die Spiele 2002 nur im analogen Fernsehen zu zeigen. Bei einer Ausstrahlung im digitalen Fernsehen hatte Kirch auf einer Verschlüsselung bestanden, da sonst die Spiele mit Satellitenschüsseln über ARD und ZDF auch in andern europäischen Ländern zu sehen wären. Eine Codierung der Spiele wiederum wollte die ARD nicht akzeptieren.

250 Millionen - zu viel für die WM-Rechte? Diskutieren Sie im stern.de-Forum.

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity