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FUSSBALL-BUNDESLIGA: Dortmund und Bayern holen auf

Das Rennen um die Deutsche Meisterschaft ist wieder offen. Nach Leverkusens unerwarteter Heimniederlage gegen Bremen dürfen sich Dortmund und Bayern wieder Hoffnung machen.

Bayer 04 Leverkusen hat den Bundesliga-Titelkampf wieder spannend gemacht. Der Bundesliga-Spitzenreiter kassierte am Samstag mit 1:2 (1:1) gegen den SV Werder Bremen die zweiten Saison-Heimniederlage und führt die Tabelle bei weiterhin 66 Zählern mit nur noch zwei Punkten Vorsprung vor Borussia Dortmund (64) an. Der BVB kam zu einem knappen und glücklichen 2:1 (1:0) über den 1. FC Köln. Dahinter festigte der FC Bayern München (62) durch das klare 3:0 (0:0) über Hertha BSC seinen dritten Rang.

Leverkusen verunsichert

Der SV Werder schockte Bayer 04 früh. Kristian Lisztes traf schon in der 5. Minute aus 30 Metern in den Winkel - und den fortan verunsichert wirkenden Spitzenreiter bis ins Mark. Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe der Werksclub sich freispielte - prompt gelang Ze Roberto das 1:1 (32.). Die Möglichkeit zur Führung vergab Keeper Hans-Jörg Butt, der mit einem umstrittenen Foulelfmeter an Gegenüber Frank Rost scheiterte (39.). Mit seinem 16. Saisontor brachte Ailton (61.) die Gäste erneut in Front. Trotz allen Anrennens gelang Bayer nicht mehr der Ausgleich. Bremen hätte nach Kontern sogar höher siegen können.

Dortmund siegt durch umstrittenen Elfmeter

Angestachelt durch die Meldungen von Leverkusens Rückstand berannte Borussia Dortmund das Kölner Gehäuse. Doch erst in der 21. Minute fiel die erlösende Führung durch Tomas Rosicky durch einen unhaltbaren Fernschuss. Nachdem auf der Gegenseite Carsten Cullmann (38.) noch Pech mit einem Lattenschuss hatte, egalisierte nach dem Wechsel Dirk Lottner (56.). Anschließend boten sich beiden Teams Chancen in Hülle und Fülle, doch erst ein umstrittener Foulelfmeter von Marcio Amoroso (88.) erbrachte den glücklichen BVB-Erfolg.

Der FC Bayern München hatte ohne Kapitän Stefan Effenberg (nach kritischen Äußerungen für dieses Spiel gesperrt) große Mühe, um gegen Hertha BSC den Rhythmus zu finden. Erst als der Berliner Dick van Burik (34.) wegen Meckerns die Rote Karte gesehen hatte, übernahmen die Hausherren mehr und mehr die Initiative. Doch sie benötigten ein Eigentor von Michael Hartmann (67.), um in Vorhand zu kommen. Nach den Treffern von Giovane Elber und Claudio Pizarro (beide 83.) halten die Bayern im Kampf um den zur Champions-League-Qualifikation berechtigenden dritten Platz weiter die besten Karten in der Hand - und können theoretisch sogar noch Deutscher Meister werden.

Schalke mit Glück

Der FC Schalke 04 tat sich gegen den 1. FC Nürnberg (2:1) schwer und musste froh sein, nicht in Rückstand geraten zu sein, als Paulo Rink (10.) nur den Pfosten traf. Sven Vermant (35.) hatte gegenüber das gleiche Pech. Erst nach Wiederanpfiff gelang Nationalspieler Jörg Böhme (54.) die wichtige Führung, die allerdings nur acht Minuten hielt. Denn Jacek Krzynowek markierte den Ausgleich. Ein Abwehrfehler führte zum 04-Siegtreffer, den Kapitän Tomasz Waldoch (65.) erzielte.

Wolfsburg mit rasantem Start

Keinen Zweifel, wer den Platz als Sieger verlassen würde, ließ der UI-Cup-Aspirant VfL Wolfsburg beim 4:0 (4:0) über Hansa Rostock. Torjäger Diego Klimwicz (4./5.) mit seinen Saisontreffern neun und zehn sowie Robson Ponte (7.) hatten schon in der Anfangsphase ein beruhigendes Polster herausgeschossen. Anschließend stockte Andrzej Juskowiak (37.) es weiter auf. Danach stockte die Tor-Produktion.

Der TSV 1860 München kam bei Energie Cottbus zu einem verdienten 1:1 (0:0) - und hält damit Kurs auf den UI-Cup-Wettbewerb. Beide Tore erzielte dabei Energie: Erst traf Faruk Hujdurovic (68.) ins eigene Netz, dann konnte Sebastian Helbig (81.) für Cottbus egalisieren.

St. Pauli kann für die 2. Liga planen

Bereits am Freitagabend hatte der Hamburger SV den FC St. Pauli mit 4:0 (2:0) besiegt - und den Lokalrivalen so gut wie in die 2. Liga geschossen. Abgeschlossen wird die 32. Runde am Sonntag mit den Begegnungen SC Freiburg - 1. FC Kaiserslautern und Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart.

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