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Fußball-Bundesliga: Perfekt: Mesut Özil geht zu Real Madrid

Jetzt ist es amtlich: Mittelfeldstar Mesut Özil verlässt Werder Bremen und spielt ab der neuen Saison für die "Königlichen" von Real Madrid. Er ist der zweite deutsche Nationalspieler, der jetzt in der spanischen Hauptstadt kickt.

Am Ende ging alles ganz schnell. Um 14.02 Uhr betrat Mesut Özil das letzte Mal die Werder-Geschäftsstelle, um 15.25 Uhr meldete Werder Bremen am Dienstag Vollzug. Der technisch begnadete Fußballprofi verlässt den Bundesligisten einen Tag vor dem wichtigen Spiel der Champions-League-Qualifikation gegen Sampdoria Genua. Für eine geschätzte Ablösesumme von 15 Millionen Euro wechselt Özil zu Real Madrid.

Noch am Vormittag hatte Werder-Clubchef Klaus Allofs ein neues Angebot des spanischen Rekordmeisters dementiert. Doch als Özil am Nachmittag nicht zum Abschlusstraining für das Genua-Match erschien, war der nächste spektakuläre Verlust der Hanseaten absehbar. "Wir respektieren damit Mesuts Wunsch, schon jetzt den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen", sagte Werders Clubchef Klaus Allofs in einer Mitteilung des Vereins.

"Germanischer Mittelfeldspieler mit viel Talent"

Zeitgleich meldeten die "Königlichen" auf ihrer Homepage den Einkauf aus Deutschland - allerdings ohne weitere Details zum Vertrag zu nennen. Neben das Kommuniqué stellte Real ein Porträt von Özil. Darin wird er als ein "germanischer Mittelfeldspieler mit viel Talent, hoher Qualität und vielversprechender Zukunft" beschrieben.

Özil ist nach Sami Khedira der zweite deutsche Nationalspieler, der nach der Weltmeisterschaft in Südafrika zu Real wechselt und der achte deutsche Profi insgesamt. Die beiden DFB-Jungstars stehen bei Madrids Star-Trainer Jose Mourinho hoch im Kurs. "Das spricht auch für unsere Nachwuchsentwicklung", sagte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. Sowohl Khedira als auch Özil seien in der Lage sich durchzusetzen.

Özil für Real in der Champions League spielberechtigt

"Wenn du als junger Spieler von Real, Barcelona oder Manchester ein Angebot bekommst, ist das verlockend", erklärte Sammer. Bundestrainer Joachim Löw hatte bereits in der Vorwoche gesagt: "Mesut Özil ist aufgrund seiner fußballerischen Qualität sicher in der Lage, auch bei einem großen Verein zu spielen."

Der Transfer des Mittelfeldspielers wurde kurz vor dem wichtigen Spiel gegen Sampdoria Genua abgewickelt, da Özil im Falle eines Einsatzes in diesem Jahr nicht mehr für Real in der Champions League hätte spielen dürfen.

Özil ist ein Kind türkischer Einwanderer und in Gelsenkirchen geboren. Der Hochbegabte wechselte im Januar 2008 von Schalke 04 zu Werder und absolvierte 71 Erstligaspiele für Werder. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt er bisher 17 Länderspiele, bei der Weltmeisterschaft in Südafrika wurde er sogar zu einem der besten zehn Spieler des Turniers gewählt.

DPA/kbe

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