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FUSSBALL: Der »Club« im Aufstiegs-Taumel

84 Minuten lang wurden die Fans des 1. FC Nürnberg auf die Folter gespannt, dann löste sich die Anspannung in tausendfachen Freudengesang.

84 Minuten lang wurden die Fans des 1. FC Nürnberg auf die Folter gespannt, dann löste sich die Anspannung in tausendfachen Freudengesang: »Ade 2. Liga! Nie mehr, nie mehr!«, gröhlte das Fan-Heer im Nürnberger Frankenstadion. Mit seinem Treffer beim Spiel des 1. FC Nürnberg gegen Mainz 05 hat »Club«-Spieler Bernd Hobsch am Sonntag eine ganze Region in den siebten Fußball-Himmel geschossen. Denn mit dem 1:0-Sieg über die Mainzer ist den »Cluberern« bereits zwei Spieltage vor Saisonende der Einzug in die 1. Bundesliga nicht mehr zu nehmen.

»König Augenthaler«

Noch eine halbe Stunde nach dem Abpfiff ließen die 28 000 Fans ihre Mannschaft hochleben. In das Dauer-Stakkato der Fan-Trommler mischten sich immer wieder »Auge, Auge«-Fangesänge. Eine Huldigung der Fans an den»Club«-Trainer Klaus Augenthaler.

Dass die Fans - anders als beim Aufstieg vor drei Jahren - nicht das Fußballfeld stürmten, dafür sorgten dieses Mal Polizei- Hundertschaften und Dutzende von Ordnern. Schließlich wollte man in Nürnberg mit Blick auf die Bewerbung der Stadt für die Fußball-WM 2006 bei Fifa- Beobachtern nicht den Eindruck einer chaotischen Stadion-Organisation hinterlassen.

Das Geschäft ihres Lebens machten die Fan-Artikel-Verkäufer. An so manchem Stand herrschte bereits eine halbe Stunde nach dem Abpfiff die blanke Not: Die T-Shirts mit dem Aufdruck »Aufstieg 2001 - Nie mehr 2. Liga« wurden den Händlern regelrecht aus den Händen gerissen. Einige Fans waren schlauer und kostenbewusst. Sie »recycleten« einfach die drei Jahre alten Aufstiegs-Klamotten vom letzten Mal. Der Aufdruck: »Eine Legende kehrt zurück«.

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