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FUSSBALL: DFB-Frauenpower: 5:0 über Russland

Bei der Europameisterschaft im eigenen Land kommen die deutschen Fußball-Frauen immer besser in Tritt. Nach dem 5:0 gegen Russland geht es jetzt in Halbfinale.

Kein Erbarmen zeigten die deutschen Fußball-Frauen mit ihren Gegnerinnen aus Russland. Mit einer beeindruckenden Leistung schoss das deutsche Team die Russinnen mit 5:0 aus dem Turnier und sich selbst ins Halbfinale.

Souveräner Auftritt

Bundestrainerin Tina Theune-Meyer konnte mit ihren Fußball-Frauen zufrieden sein. Ihr Damen präsentierten sich bei der EM im eigenen Land erneut äußerst souverän und ließen den Russinnen in Erfurt nicht den Hauch einer Chance. Vor 6249 Zuschauern im Steigerwald-Stadion stellten Bettina Wiegmann (43.), Birgit Prinz (50.), Maren Meinert (69.) und zwei Mal Sandra Smisek (73. und 90.) den siebten Sieg im neunten Duell mit Russland sicher. Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A trifft die deutsche Mannschaft am kommenden Samstag in Jena auf England.

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Defensive Russinnen

»Wir haben ganz ordentlich gespielt, die Russinen in der ersten Halbzeit totgelaufen und dann in der zweiten Halbzeit die Früchte geerntet«, bilanzierte Birgit Prinz. »Das 1:0 kurz vor der Halbzeit war unheimlich wichtig«, befand Bundestrainerin Theune-Meyer, die ihre Mannschaft gegenüber dem 3:1-Sieg zum Auftakt gegen Schweden nur auf einer Position verändert hatte. Für die Frankfurterin Pia Wunderlich kam Smisek vom FCR Duisburg auf der rechten Seite zum Einsatz. Die Befürchtung, dass sich die DFB-Frauen gegen eine sehr kompakt und defensiv agierende russische Elf zunächst schwer tun würde, bestätigte sich. Allerdings übernahm der Titelverteidiger von Beginn an das Kommando und bemühte sich um eine schnelle Führung.

Führung vor der Pause

In der 14. Minute hätten die deutschen Frauen dann in Führung gehen müssen, als Claudia Müller eine hundertprozentige Chance auf dem Fuß hatte. Die Wolfsburgerin scheiterte jedoch an der russischen Torhüterin. In der Folgezeit verflachte die Partie ein wenig, ehe der in der US- Profiliga spielenden Bettina Wiegmann kurz vor dem Pausenpfiff doch noch die verdiente Führung gelang.

Auch in der zweiten Hälfte gaben die technisch unterlegenen Russinnen ihr Defensiv-Konzept nicht auf. Nach vorn enttäuschte das Team aus Osteuropa auf der ganzen Linie. Die deutsche Elf drängte ihrerseits massiv auf die Entscheidung, die Prinz nach einiger Verwirrung im russischen Strafraum mit einem herrlichen Schlenzer ins lange Eck herbeiführte. Mit dem 2:0 im Rücken liefen die Kombinationen des viermaligen Europameisters noch flüssiger und sicherer. Fast mühelos erhöhten Meinert und Smisek zum Endstand . In der Schlussphase bemühte sich Russland zwar noch um den Ehrentreffer, doch selbst nach der klaren Führung blieb die deutsche Elf torgefährlicher als der auf der ganzen Linie enttäuschende Kontrahent.

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