HOME

FUSSBALL: Hitzfeld verbannt Effe auf die Tribüne

Vor dem wichtigen Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC hat Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld Stefan Effenberg nach seinem umstrittenen »Playboy«-Interview aus dem Kader genommen.

Trainer Ottmar Hitzfeld vom FC Bayern München hat aus dem Wirbel um Stefan Effenberg die Konsequenzen gezogen und verzichtet im Bundesligaspiel des deutschen Fußballmeisters an diesem Samstag gegen Hertha BSC auf den Kapitän. Das teilte der Club am Freitag mit. »Dieses Spiel ist so wichtig, dass wir die volle Unterstützung des Publikums benötigen und ich erwarte, dass uns die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute voll unterstützen«, sagte der Bayern-Coach vor dem Endspiel um den für die Qualifikation zur Champions League benötigten dritten Platz.

Umstrittenes »Playboy«-Interview

Mit seiner Maßnahme hofft Hitzfeld, die Brisanz um Effenberg von der Partie gegen die Berliner im Olympiastadion fern halten zu können. Der 33-jährige Mittelfeldspieler sah sich in dieser Woche wegen seiner umstrittenen Forderung nach Kürzung des Arbeitslosengeldes heftiger Kritik und Protesten ausgesetzt. Zudem war der Bayern-Kapitän mit Gerüchten um seine Ehe in die Schlagzeilen geraten.

Effe ist »Belastung für die Mannschaft«

Mit Unmut reagierte Hitzfeld nach dem Training am Freitag auf die provokanten Aussagen des Spielführers, der in einem Interview mit dem »Playboy« viele Arbeitslose pauschal als Drückeberger und Absahner abqualifiziert hatte. »Ich kann Stefans Meinung nicht vertreten. Er hat gesellschaftliche Verantwortung«, sagte Hitzfeld und bezeichnete Effenbergs Äußerungen als »unklug«. Er habe damit der Mannschaft keinen Gefallen geton, so der Bayern-Trainer: »Das ist eine Belastung für die Mannschaft, aber ich hoffe, dass sie alles abschütteln und sich auf das Sportliche konzentrieren kann.«

Wissenscommunity