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FUSSBALL: Schon wieder: Tauziehen um Völler

Das Tauziehen um Rudi Völler ist durch die von Berti Vogts ausgelöste Führungskrise bei der Leverkusener Fußball-GmbH erneut ausgebrochen.

Das Tauziehen um Rudi Völler ist durch die von Berti Vogts ausgelöste Führungskrise bei der Leverkusener Fußball-GmbH erneut ausgebrochen. Während der neue DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder am Rande des DFB-Bundestages laut über eine Weiterbeschäftigung von Rudi Völler weit über 2002 hinaus nachdachte, rief Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser deutlich die derzeitig gültige Vertragssituation in Erinnerung: »Er ist bei uns angestellt, hat einen Vertrag bis 2003.«

Leverkusen pocht auf Vertrag

Der 40-jährige Völler, nach der verkorksten EM 2000 mit einem überraschenden Leihgeschäft zum Teamchef befördert, hat jüngst zwar einen Kontrakt mit dem DFB bis zum Sommer 2002 unterzeichnet und bezieht aus der Frankfurter Zentrale monatliches Salär. Doch nach wie vor steht Völler auch auf der Gehaltsliste von Bayer Leverkusen. »Zwar ruht der Vertrag, aber wir bezahlen ihn weiter«, verriet Holzhäuser. Nur einen Teil davon bekommt der deutsche Vizemeister vom DFB als Ausleihgebühr zurückerstattet.

»Team 2006«

In einem Vier-Augen-Gespräch im Magdeburger Hotel Maritim berieten Mayer-Vorfelder und Völler die weitere Zukunft. »Das Duo Völler/Skibbe funktioniert sehr gut, auch unabhängig von allen Ergebnissen. Es wäre schön, wenn man die Zusammenarbeit verlängern könnte«, macht der neue DFB-Boss deutlich, dass er langfristig auf die neue sportliche Führung setzt. Rudi Völler und Michael Skibbe haben von Mayer-Vorfelder sogar schon den Auftrag erhalten, ein so genanntes »Team 2006«, eine Zukunftsmannschaft für die WM im eigenen Land zusammenzustellen.

Hoffnungsträger

»Ich mache mir nicht ständig Gedanken um meine Zukunft«, wich Völler Fragen nach seinen Perspektiven auch in Magdeburg aus. »Im Moment macht es mir sehr viel Spaß, auch wenn natürlich der Druck groß ist.« Beim DFB ist Völler schon längst der Hoffnungs- und Sympathieträger schlechthin: Sein Konterfei lachte alle 800 Gäste beim Bundestag auf dem Titelblatt des 270 Seiten dicken Geschäftsberichtes an.

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