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FUSSBALL: Verfluchtes Fußballfeld

Eine neue »heilige« Stufe für den angebeteten Sport wurde erreicht. Der Bischof von Oxford hat einen Fußballplatz exorziert.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Der Fußball hat den nächsten Schritt in Richtung Himmel gemacht.

Ab jetzt reicht es nicht mehr, dass diverse Fans den Allmächtigen mit ihren Bitten für das eigene Team belästigen. Nein, eine neue »heilige« Stufe für den angebeteten Sport wurde erreicht.

Der Bischof von Oxford hat tatsächlich einen Fußballplatz exorziert. Grund dafür war, dass der Club Oxford United eine Serie von Spielen verloren hatte. Die einleuchtende Begründung dafür war schnell gefunden: Auf dem Feld lastet ein böser Fluch.

Hilfe aus dem Himmel

Der Bischof, der selbst ein Fan des Vereins ist, wollte das Schicksal um die Spiele des Clubs nicht in irdischen Händen lassen. Also ließ er es sich nicht nehmen persönlich einzugreifen.

Zusammen mit Club-Seelsorger Michael Chantry und einem Vertreter der Mannschaft besprenkelte er den Rasen mit Weihwasser, sprach zwei Gebete und gab so die Verantwortung an den Herrn der Heere weiter: »Schütze diesen Ort vor allem Bösen!«.

13 Niederlagen in 17 Spielen

Oxford United hatte auf dem Feld in einem fast 50 Millionen Mark (25 Millionen Euro) teuren neuen Stadion einen wahrhaft diabolischen Saisonauftakt erlebt.

Der Drittligaverein musste in 17 Spielen 13 Niederlagen hinnehmen. Der Trainer wies die Schuld von sich und mutmaßte, Zigeuner hätten das Spielfeld verflucht, weil sie für den Bau des neuen Stadions ihre Wohnwagen wegfahren mussten.

Fluch gebannt

Club-Präsident Firoz Kassam stellte nach dem Einsatz des Bischofs klar: »Wenn wir jetzt wieder verlieren, kann der Trainer nicht mehr den Zigeunern die Schuld geben.«

Aber der Fluch scheint gebannt. Nach der Austreibung des Fußballteufels gelang Oxford ein 2:2-Unentschieden gegen York. Gott sei Dank.

Christian Meyer

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