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Zweite Liga HSV lehnt 120-Millionen-Euro-Offerte von Investor Kühne ab

Laut Vereinsboss Marcel Jansen entscheidet sich der HSV gegen weiteres Geld und weiteren Einfluss von Investor Klaus-Michael Kühne
Laut Vereinsboss Marcel Jansen entscheidet sich der HSV gegen weiteres Geld und weiteren Einfluss von Investor Klaus-Michael Kühne
© Daniel Reinhardt / DPA
Multimilliardär Klaus-Michael Kühne hat dem HSV wieder einmal Geld angeboten – für mehr Macht und Einfluss. Nun gibt Präsident Marcell Jansen die Entscheidung des Zweitligisten bekannt.

Schon am Samstag taten die HSV-Fans in Bielefeld ihre Meinung zur Offerte von Milliardär Klaus-Michael Kühne mit derben Worten kund. Mit Spruchbändern ("In der Satzung verankert. 75+1 unverhandelbar, Kühne verpiss dich") zeigte der HSV-Anhang, dass er so gar nichts vom Angebot des 85-Jährigen hält. Der in der Schweiz lebende Hamburger hatte der klammen HSV Fußball AG 120 Millionen Euro in Aussicht gestellt — als Gegenleistung verlangte er noch mehr Macht und Einfluss. Nun hat auch die Vereinsführung sich gegen das Angebot des Milliardärs entschieden.

Auf der Vereinshomepage "hsv.de" teilt der Aufsichtsratsvorsitzende Marcell Jansen mit: "Zu dem konkreten Angebot verbunden mit dem Maßnahmenkatalog von Herrn Kühne ist zu sagen, dass wir als Präsidium seinerzeit den klaren Auftrag der Mitgliedschaft erhalten haben, die Grenzen für Anteilsverkäufe in unserer Satzung zu verankern. Das haben wir gemacht." Im Zuge der 50+1-Regelung, der Mitbestimmung der Vereinsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Sicherheit sei "das an uns herangetragene Angebot (...) in dieser Form nicht umsetzbar", so Jansen. "Daher sehen wir es vor allem als weiteren Impuls, mit dem wir uns beschäftigen werden."

HSV sucht das Gespräch mit Kühne

Er werde sich auch "direkt und persönlich" mit Kühne austauschen, erklärt der HSV-Aufsichtsrat. Der Ex-Profi betont auch gleich, "dass es zu keiner Zeit einen Abbruch der Kommunikation mit Herrn Kühne gab".

Immerhin hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung mit HSV-Präsident Marcell Jansen an der Spitze am Freitagabend Geld freigegeben, damit Sportvorstand Jonas Boldt und Trainer Tim Walter die Mannschaft verstärken können – auch ohne das Geld von Kühne.

Quelle:Mitteilung auf "hsv.de", DPA.

tkr

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