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International: Barcelona gewinnt den Clasico gegen Real

Auch ein Tor in der ersten Minute für den Erzrivalen Real Madrid hat den FC Barcelona in der siebten Ausgabe des Clasico diesen Jahres nicht schocken können. Am Ende jubelten die Katalanen im Stadion der Hauptstadt.

Ein schnelles Tor von Karim Benzema nach 22 Sekunden hat den FC Barcelona im Clasico bei Real Madrid nicht von dem Vorhaben eines Sieges beim Erzrivalen abgebracht. Dank Alexis Sanchez (30. Minute), tatkräftiger Mithilfe von Reals Verteidiger Marcelo, der einen Xavi Alonso-Schuss abfälschte (52.) und Cesc Fabreas (66.) hieß es am Ende 3:1 für die Katalanen, die somit auch vorerst die Tabellenführung übernahmen.

Trotz des 0:5 in der letzten Saison ließ sich Real Madrids Trainer Jose Mourinho von seinem 4-2-3-1 nicht abbringen und schickte seine Mannschaft mit Karim Benzema als alleinige Spitze ins Rennen. Auf der Gegenseite verzichtete Pep Guardiaola auf seine in dieser Saison gerne mal eingesetzte Dreierkette, sondern ließ mit einer 4-3-3-Formation auflaufen.

Schock in der Abendstunde

Der Sekundenzeiger auf der Uhr des Schiedsrichters war noch nicht einmal vollständig um das Ziffernblatt gewandert, da wackelte das mit 79.900 Zuschauern besetzte Bernabeu Stadion. Mesut Özils Schuss wurde von Sergio Busquets, von dem der Ball bereits zum deutschen Nationalspieler gekommen war, abgefälscht und landete bei Karim Benzema. Der ließ sich per volley nicht zwei Mal bitten und traf zum 1:0 (1. Minute).

Regen und damit ein weicher und rutschiger Untergrund ließ die Protagonisten auf beiden Seiten so manches Mal unglücklich aussehen, ein leichtes Übergewicht erspielten sich in der Folgezeit die führenden Hausherren. Ein weiteres Tor sollte jedoch nicht herausspringen, obwohl Benzema (11.) und Cristiano Ronaldo (28.) unter anderem Victor Valdes zu überwinden suchten.

Barca, Barca, Barca!

Valdes Gegenüber Iker Casillas war es jedoch, der hinter sich greifen musste. Lionel Messi setzte zum Lauf in Richtung Reals Tor an, setzte Alexis Sanchez ein, der in die linke, untere Ecke zum Ausgleich einschoss (30. Minute). Auf einmal war Barca wieder im Spiel und Madrids Drang zum gegnerischen Tor gedämpft.

Konnten die Katalanen den Schock für die Hausherren bis zur Pause nicht nutzen, so lenkte doch in der 52. Minute eine glückliche Fügung das Pendel weiter in ihre Richtung. Eine verunglückte Abwehr von Sergio Ramos landete bei Xavi, der abzog. Auf normalem Wege wäre Casillas so überwunden worden, Marcelos Abwehrbein gab dem Ball jedoch eine fatale Richtung, die im 2:1 Barcas mündete.

Auf der Gegenseite hatte Ronaldo die größte Möglichkeit zum Ausgleich, als ihn eine Flanke von Xavi Alonso fand, der Kopfball jedoch links am Tor vorbeiging (65.). Besser machte es eine Minute später Cesc Fabregas, der um Haaresbreite eher mit dem Kopf als sein Real-Gegenspieler an einen von Dani Alves geschlagenen Ball herankam und wuchtig zum 3:1 einköpfte.

Nicklichkeiten, aber keine Höhepunkte

Real brachte das dritte Gegentor endgültig aus der Fassung, sie überzeugten nun nicht mehr durch Offensivdrang, wie in der ersten halben Stunde. In der Defensive reagierten sie nun mit hartem Einsteigen, konnten aber auch dadurch das Blatt nicht mehr wenden. Am Ende jubelte verdient Barca, das somit vorerst nach Punkten zu den Madrilenen aufschloss und dank des besseren Torverhältnisses die Tabellenführung übernahm. Real hat nur noch den Trumpf eines Nachholspiels in der Hand.

Sven Kittelmann

sportal.de / sportal

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