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International Real Madrid und Racing Santander trennen sich torlos


Real Madrid hat es geschafft, sich bei Racing Santander in 90 Minuten nicht eine echte Torchance zu erspielen. Den Gastgebern reichte eine sehr kompakte Defensive, um die Mannschaft von José Mourinho in völlige Verzweiflung zu stürzen und mit ein wenig Glück wäre sogar ein Sieg gegen die Königlichen möglich gewesen.

Jose Mourinho hatte sich unter Woche verärgert über die Gelb-Rote Karte von Sami Khedira gezeigt und beklagte zudem die 0:1-Niederlage bei UD Levante. Beim Spiel zur Wiedergutmachung gegen Racing Santander fehlten neben Khedira auch Pepe und Fabio Coentrao, zudem saßen Sergio Ramos und Angel Di Maria nur auf der Bank. Beim Gegner konnte Coach Héctor Cúper ebenfalls nicht aus dem Vollen schöpfen, ihm standen Manuel Arana, Lautaro Acosta, Kennedy, Gonzalo Colsa und Marc Torrejon nicht zur Verfügung.

Es zählt die Defensive

Auch die Gastgeber standen unter Druck, denn zuletzt gab es eine empfindliche 0:4-Schlappe gegen Atletico Madrid und dem einen Punkt auf der Haben-Seite sollten im vierten Spiel nun vielleicht noch weitere folgen. Das 4-4-2 bekam für dieses Vorhaben eine eher defensive Ausrichtung und sorgte dafür, dass in den ersten 30 Spielminuten eigentlich überhaupt nichts geschah. Real Madrid kam mit den sehr engen Räumen überhaupt nicht zurecht und Santander verstand es nicht, die vielen Ballgewinne in wirklich gefährliche Situationen zu verwandeln.

Eine Viertelstunde vor dem Wechsel erhöhten die Gäste dann ein wenig das Tempo und die eigenen Bemühungen, während die Elf von Cúper sich immer weiter um den eigenen Strafraum positionierte. Doch ohne zündende Ideen von Mesut Özil oder Cristiano Ronaldo fiel den Königlichen kaum etwas Passables ein – einzig ein Kopfball von Callejon (45.) brachte ein wenig Gefahr und den pflückte Keeper Tono mit einem Lächeln herunter. Schiedsrichter David Fernández Borbalán blies dann auch ins Horn und bat beide Teams zur Pause.

Die spannende Frage war, ob Real sich auf die sehr defensive Taktik würde einstellen können. Die Defensive um Alvaro Arbeloa, Raphael Varane, Ricardo Carvalho und Marcelo stand einigermaßen sicher und so brachte Mourinho auch di Maria, um die Offensivbemühungen zu forcieren. Callejon blieb für ihn in der Umkleide. Die erste dicke Chance hatten dann jedoch die Gastgeber, als Serrano in der 48. Minute aus gut 20 Metern abzog, Oscar Casillas aber mit den Fingersitzen zur Ecke klärte.

Viele Wechsel, keine Chancen

Am Spiel änderte sich ansonsten aber nichts, zumal die Chance aus einem langen Befreiungsschlag entstand. Real hatte weiter über 60 Prozent Ballbesitz, Santander stand weiterhin kompakt und was noch wichtiger war, sehr sicher. So musste Di Maria es dann aus der Distanz probieren (56.) und stellte Tono vor keine großen Probleme. Héctor Cúper schien ober der größer werdenden Dominanz von Real den Punkt sichern zu wollen und für Mittelfeldspieler Serrano brachte er Defensivspieler Domingo Cisma.

Mourinho versuchte es dann mit einem zweiten Stürmer, brachte Gonzalo Higuain und nahm den nicht immer inspiriert wirkenden Özil vom Feld. Als dieser Wechsel nahezu wirkungslos verpuffte, probierte es der Portugiese mit Kaka und opferte mit Lassana Diarra einen der wenig geforderten Defensivakteure. Aber auch mit dem Brasilianer kam keine wirkliche Gefahr auf.

In 90 Minuten hatte Real Madrid also keine wirkliche Torchance zu verzeichnen und schaffte es einfach nicht, das Bollwerk der Gastgeber zu knacken. Mit vielen Einzelaktionen und zu wenig Tempo hatte man sich am Ende auch ob der Menge an Ballbesitz nicht mehr als einen Punkt verdient und muss sich gehörig steigern, wenn man nicht schon in wenigen Wochen die Meisterschaft ad acta legen will.

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