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International Tottenham vergibt Sieg gegen Chelsea


In einem spannenden, wenn auch nicht unbedingt hochklassigen Spiel zweier Premier-League-Spitzenteams kam Tottenham Hotspur an der heimischen White Hart Lane nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen Chelsea hinaus.

In einem spannenden, wenn auch nicht unbedingt hochklassigen Spiel zweier Premier-League-Spitzenteams kamen die Tottenham Hotspurs an der heimischen White Hart Lane nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen Chelsea hinaus. Emmanuel Adebayor sorgte früh (8. Minute) für die Führung der Spurs, die Daniel Sturridge umgehend (24.) ausgleichen konnte.

Chelsea gegen Tottenham ist nicht nur eins der traditionsreichsten Londoner Derbys, sondern ebenfalls das gespannt erwartete Aufeinandertreffen der beiden engsten Verfolger der Teams aus Manchester an der Tabellenspitze.

Und auch personell bot das Spiel einige Reizpunkte. Chelseas Kapitän John Terry zum Beispiel, der sich zu Beginn des nächsten Jahres wegen seiner angeblich rassistischen Äußerungen vor einem ordentlichen Gericht verantworten muss. Oder Luka Modric, im Sommer noch heiß begehrtes Transferobjekt von Chelsea, mittlerweile zusammen mit Scott Parker für das beste Mittelfeld der Premier League verantwortlich.

Obi-Mikel ersetzt Romeu

Die größte personelle Überraschung des Spiels war der Einsatz von Jon Obi-Mikel in Chelseas Startelf, der spanische Youngster Oriol Romeu musste dafür neben Frank Lampard auf der Bank Platz nehmen. Bei Tottenham war einzig der verletzte Aaron Lennon absent, für ihn rückte Sandro in die Startformation. Der als angeschlagen geltende Gareth Bale konnte von Beginn an auflaufen, und so musste Tottenhams Trainer Harry Redknapp keine Veränderungen an der wie immer offensiven Ausrichtung seines Teams vornehmen.

Wie so oft in Spielen der englischen Liga wurde das gegenseitige Abtasten ausgelassen, und beide Teams begannen mit offenem Visier. Die erste Chance hatte Bale, doch der Waliser scheiterte nach 2 Minuten aus halbrechter Position an einer tollen Grätsche von John Terry. Und ehe sich Chelsea versah, zappelte der Ball auch schon im Netz. Sandro eroberte den Ball im Mittelfeld nach einem Fehler von Sturridge, Bale setzte sich mit einem seiner unnachahmlichen Sprints über links durch, und am Fünfer war es Adebayor, der die Hereingabe einen Tick schneller als Petr Cech erreichen konnte und den Ball unter dem Chelsea-Keeper hindurch einnetzen konnte (8. Minute).

Drogba als Aktivposten

Doch Chelsea reagierte keinesfalls geschockt. Nach einem Knaller von Mata aus 25 Metern war es Sturridge, der die erste Großchance für das Team von Coach Villas-Boas hatte, doch sein Schuss aus wenigen Metern ging knapp über die Querlatte (10.). Und gerade, als man dachte, das Spiel würde sich beruhigen, schlug Chelsea zu. Drogba bediente Ashley Cole auf links, dessen Flanke kam kniehoch in den Fünfer und dort fühlte sich niemand für Sturridge zuständig, der den Ball aus wenigen Metern ohne Mühe ins leere Tor schieben konnte (24.).

Und Chelsea blieb zunächst am Drücker. So hatte Drogba Pech, als sein Schuss nach einer überragenden Ballannahme mit der Brust und einem anschließenden Volley-Abschluss nur an den Pfosten krachte (30.). Doch trotz einer leichten Überlegenheit der Blues zum Ende der Halbzeit ging es mit einem 1:1 in die Pause.

Und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb Chelsea zunächst das überlegene Team, doch auch beste Chancen konnten Drogba und Sturridge nicht verwerten. Und so kam es wie so oft nach temporeich geführten ersten 45 Minuten – das Niveau verflachte, und beide Teams schienen sich bis in die Schlussphase auf eine Punkteteilung geeinigt zu haben. Kurz vor dem Ende war es Adebayor, der die Riesenmöglichkeit zum Siegtreffer für die Spurs hatte, doch sein Schuss aus spitzem Winkel ging knapp am Pfosten vorbei, und so blieb es bei einem für beide Teams gerechten Unentschieden.

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