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Rassismus-Eklat Jens Lehmann zeigt Reue: "Man darf solche Sprüche nicht machen"

Jens Lehmann ist seinen gut dotierten Job bei Hertha BSC Berlin los
Jens Lehmann ist seinen gut dotierten Job bei Hertha BSC Berlin los
© Martin Meißner / DPA
Jens Lehmann hat sich in zwei Tweets noch einmal umfassender für seine rassistische Whatsapp-Nachricht entschuldigt. Darin hatte er den früheren Fußball-Profi Dennis Aogo beleidigt.

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann hat sich erneut für seine rassistische Whatsapp-Nachricht an TV-Experte Dennis Aogo entschuldigt. "Man darf solche Sprüche nicht machen, sonst werden sie gesellschaftsfähig", schrieb der ehemalige Nationaltorwart beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Ich möchte mich dafür noch einmal von ganzem Herzen entschuldigen, ich bedauere meine Äußerung zutiefst und bitte jeden um Verzeihung, der sich dadurch verletzt gefühlt hat", fügte der 51-Jährige am Donnerstag an. In einem weiteren Tweet schrieb er " Wer mich kennt, weiß, dass diese Formulierung eine nicht ernst gemeinte, unüberlegte Dummheit war, die nicht das Geringste mit meiner persönlichen Einstellung zu tun hat."

Lehmann hatte mit einer versehentlich an Aogo direkt geschickten Nachricht für Empörung gesorgt. Darin schrieb der ehemalige Schlussmann per WhatsApp: "Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?" Versehen war der Satz mit einem Lach-Smiley vor dem Fragezeichen. An wen er die Nachricht eigentlich schicken wollte, ist weiter unklar. Aogo, der als Experte für den Sender Sky arbeitet, veröffentlichte die Aussage bei Instagram und schrieb dazu: "WOW dein Ernst? @jenslehmannofficial Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!"

Windhorst setzte Jens Lehmann umgehend vor die Tür

Als Reaktion auf Lehmanns Fehlverhalten entzog Lars Windhorst als Investor von Hertha BSC dem ehemaligen Torwart den Sitz im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten. Die Sender Sky und Sport1 kündigten an, künftig auf Auftritte Lehmanns in ihren Sendungen zu verzichten.

Dieser hatte sich bereits am Mittwoch bei Aogo entschuldigt und öffentlich erklärt: "In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe", schrieb Lehmann bei Twitter. Der 51-Jährige ergänzte über Aogo: "Als ehemaliger Nationalspieler ist er sehr fachkundig und hat eine tolle Präsenz und bringt bei Sky Quote." Mit seiner erneuten Entschuldigung rämute Lehmann nun auch inhaltlich sein nicht akzeptables Verhalten ein.

tis DPA

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