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Klitschko-Gegner Kevin Johnson: "Er ist ein großer, hässlicher Zombie"

Er gilt als krasser Außenseiter im Kampf um die Krone im Schwergewicht. Deshalb haut das US-Kraftpaket Kevin Johnson vor dem Titel-Kampf gegen Vitali Klitschko verbal mächtig auf die Pauke.

Profi-Boxer Kevin Johnson hat unmittelbar vor dem WM-Kampf im Schwergewicht um den Gürtel der WBC am Samstag in Bern Weltmeister Witali Klitschko (Ukraine) beleidigt und damit die Stimmung vor dem Fight weiter angeheizt. "Er ist ein Witz, er ist ein Traumgegner", sagte der 30 Jahre alte Amerikaner bei RTL, das den Kampf ab 22.10 Uhr live überträgt, "er ist ein großer, hässlicher Zombie".

Johnson fährt mit seinen verbalen Ausfällen eine ähnliche PR-Schiene wie der Brite David Haye, der vor seinem erfolgreichen WM-Kampf am 7. November gegen Nikolai Walujew den "Russischen Riesen" und davor die Klitschko-Brüder verunglimpft hatte.

Johnson: Fuck that man


"Klitschko kann nicht die Hälfte von dem, was ich kann - weder körperlich noch geistig", behauptet Johnson, "fuck that man, ich werde ihn hinter mir lassen. Dieser Kampf wird einfach." Der Fighter aus Atlanta/Georgia ist in 23 Kämpfen noch unbesiegt und boxte einmal unentschieden. Er gewann allerdings nur neun seiner Kämpfe vorzeitig, das ist eine K.o.-Quote von gerade einmal 39,13 Prozent. Dagegen stehen die 92,5 Prozent, die Klitschko bei 37 kurzrundigen Siegen aufweist. Lediglich Timo Hoffmann schaffte es im Jahr 2000, 12 Runden gegen den Ukrainer durchzuhalten.

Dr. "Eisenfaust" klettert in Bern nur knapp drei Monate nach seiner Titelverteidigung gegen Chris Arreola wieder in den Ring um eine Verpflichtung gegenüber RTL zu erfüllen. Bruder Wladimir, der eigentlich für den Termin vorgesehen war, ist nach seiner Schulter-OP noch nicht fit. "Ich habe gegen Arreola nur einen Schlag einstecken müssen", begründet Klitschko die kurze Pause.

Klitschko will den K.o.


Arreolas Ecke gab den Fight nach der zehnten Runde auf, nachdem er vom Champion windelweich geprügelt worden war, aber nicht fiel. "Ich werde das gegen Johnson besser machen", sagt Klitschko und kündigt einen "klassischen" K.o. an.

Von Johnsons "Vorbild" Haye hält der promovierte Sportwissenschaftler Klitschko nach den zwei kurzfristig geplatzten Kämpfen und den vorherigen verbalen Provokationen gar nichts. "Die Art, wie er sich präsentiert, ist peinlich", sagte Klitschko, "wenn ich die Möglichkeit habe, gegen ihn zu kämpfen, zeige ich ihm im Ring, was ich von ihm denke. Das wird für Haye ein böses Ende haben.

SID / SID

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