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"Erbitterter Jäger", "unangenehmer Gegner" So verpufften Klopps vollmundige Sprüche


Die Krise bei Borussia Dortmund nimmt kein Ende - und nun fliegen Jürgen Klopp seine eigenen Sprüche um die Ohren. Denn von einer ausgerufenen "Jagd" ist nichts zu spüren.

Die Lage bei Borussia Dortmund spitzt sich zu. In der Winterpause rief Trainer Jürgen Klopp eine "Jagd" aus - diese führt derzeit ins Nirgendwo. Die Situation ist so schlimm wie nie. Die kämpferischen Aussagen werden Klopp nun zum Verhängnis. In dieser Saison hat der Trainer noch kaum eine Ankündigung oder Drohung einlösen können. Eine Auswahl seiner Sprüche:

1.8.2014: Vor dem Saisonauftakt

"Unser Ziel ist es, vom ersten Spieltag an wieder ein absolut unangenehmer Gegner sein."

Ergebnis: Vier Siege in 19 Bundesliga-Spielen. 18 Tore geschossen. Der BVB war bislang ein meist angenehmer Gegner.

20.10.2014: Nach der Niederlage gegen Köln

"Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Wir müssen Spiele gewinnen. Egal, wie."

Ergebnis: Seit der Partie hat der BVB zweimal in elf Spielen gewonnen.

22.10.2014: Vor dem Spiel gegen Hannover

"Am Samstag müssen wir Hannover spüren lassen, dass es uns gerade nicht so gut geht und wir punktemäßig Aufholbedarf haben. Das muss man sehen. Ich würde jetzt nicht gegen uns spielen wollen."

Ergebnis: Dortmund - Hannover 0:1

25.10.2014: Nach dem Hannover-Spiel

"Wir werden weiterkämpfen. Wir bleiben dran, das ist alternativlos."

Ergebnis: Der BVB kämpft weiter. Aber bleibt nicht dran.

1.11.2014: Nach der Niederlage gegen München

"Es ist alles andere als gut, was gerade passiert. Wir haben viele Baustellen und viele Spiele selbstverschuldet verloren. Wir haben eine tolle erste Hälfte gespielt. Wir müssen aber darüber reden, dass wir die Marschroute nicht verändern dürfen. Das ist natürlich beschissen. Selbstvertrauen kann man sich aber zurückholen, das ist ja das Coole daran."

Ergebnis: Ist uncool. Der BVB besitzt weniger Selbstvertrauen als im November.

1.12.2014: Gesprächsrunde in Frankfurt

"Ich bin niemand für einen Rücktritt. Ich mache das ganz oder gar nicht. So lange Dortmund das möchte, mache ich das auch. Ich bin ein Kämpfer. Ich bin ein besserer Trainer als 2012, aber man sieht es an der Tabelle leider nicht. (...) Wer nur Erfolg haben will, hat nur eine Chance: Bayern-Fan zu werden. Soll er damit glücklich werden."

20.12.2014: Nach der Niederlage in Bremen

"Die einzig gute Nachricht des heutigen Tages ist, dass die Vorrunde jetzt vorbei ist, dass 2014 jetzt vorbei ist. Es gibt ganz wenig Positives - aber dass es jetzt vorbei ist, darüber bin ich sehr glücklich. Jetzt können wir den Blick nach vorne richten. Wir werden ein erbitterter Jäger sein, das kann ich jetzt schon versprechen!"

Ergebnis: Ein Punkt in zwei Rückrundenspielen, Platz 18.

1. Februar 2015: Nach dem Spiel gegen Leverkusen

"Wir haben zwei Punkte Rückstand zu der Region, die ich als Paradies bezeichnen würde. Wir sind auf Schlagdistanz und nur das zählt für mich. Wir werden Druck machen auf alle, die vor uns sind. Nun müssen wir gegen Augsburg nachlegen."

Ergebnis: Heimniederlage gegen Augsburg.

feh

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