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Fifa-Skandal: Ehemaliger Vizepräsident Jack Warner lebenslang gesperrt

Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes hat den ehemaligen Fifa-Vizepräsidenten Jack Warner im Zuge des Korruptionsskandals lebenslang gesperrt - und prüft auch eine Suspendierung Sepp Blatters und Michel Platinis.

Wie tief ist Jack Warner in den Fifa-Skandal verstrickt?

Wie tief ist Jack Warner in den Fifa-Skandal verstrickt?

Neues vom Fifa-Korruptionsskandal: Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes hat den ehemaligen Vizepräsidenten Jack Warner lebenslang gesperrt. Diese Entscheidung der rechtsprechenden Kammer teilte die Fifa am Dienstag mit.

"Jack Warner verübte fortwährend und wiederholt verschiedene Vergehen, während er bei der Fifa und der CONCACAF als Funktionär verschiedene hochrangige und einflussreiche Ämter bekleidete", hieß es in der Stellungnahme. Der frühere Chef der Karibischen Fußball-Union sei "ein Drahtzieher von Systemen, die die Gewährung, Annahme und den Empfang verdeckter und illegaler Zahlungen beinhalteten, sowie anderer Systeme zur Bereicherung" gewesen.

Warner war bereits im Juni 2011 nach Vorwürfen der Bestechung bei den umstrittenen WM-Vergaben für 2018 (Russland) und 2022 (Katar) von allen Ämtern zurückgetreten. Zuletzt hatte zudem im Zuge der Ermittlungen gegen Fifa-Chef Joseph Blatter ein Vorgang aus dem Jahr 2005 für Brisanz gesorgt. Blatter soll damals mit Warner einen für die Fifa ungünstigen Vertrag abgeschlossen haben. Warner ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß. Die Justiz in Trinidad und Tobago wird im Dezember über seine mögliche Auslieferung an die USA entscheiden.

Droht auch Blatter eine Sperrung?

Gegen Blatter läuft derzeit ein Strafverfahren "wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung" und Veruntreuung. Der mittlerweile 79 Jahre alte Schweizer soll im Februar 2011 eine "treuwidrige Zahlung" an UEFA-Präsident Michel Platini geleistet haben. Dabei sei es um geleistete Dienste zwischen Januar 1999 und Juni 2002 gegangen.

Platini wurde am vergangenen Freitag von den Schweizer Behörden als Zeuge vernommen. Der Chef der Europäischen Fußball-Union verteidigte auch am Montag erneut die Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken durch FIFA-Chef Blatter. Die Ethikkommission ermittelt aktuell auch gegen Blatter und Platini und prüft eine Suspendierung der beiden Top-Funktionäre. Blatter hat bislang einen Rücktritt ausgeschlossen und will bis zu dem bislang für den 26. Februar geplanten FIFA-Kongress und einer Neuwahl im Amt bleiben.

Bis zu dem von der Schweizer Bundesanwaltschaft eingeleiteten Strafverfahren gegen Blatter galt Europas Kandidat Platini als Topfavorit auf die Nachfolge seines früheren Intimus. Sollte auch Platini zum Beschuldigten werden, wäre seine Bewerbung hinfällig. Platini und Blatter beteuern ihre Unschuld. Nach Information der "Welt" soll Platini deutlich mehr als die bisher bekannten zwei Millionen Franken erhalten haben.

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