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Meisterschaftsrennen: Nur Kahn will nicht aufgeben

Ungewöhnlicher Rollenwechsel beim FC Bayern: Während Oliver Kahn weiter das Lied von der erfolgreichen Titelverteidigung singt, geht es Uli Hoeneß im Endspurt der Liga vor allem um die Sicherung des zweiten Platzes.

Die Nationalspieler Oliver Kahn und Jens Jeremies haben beim FC Bayern München die "Abteilung Attacke" übernommen und geben den Kampf um den deutschen Meistertitel gegen Werder Bremen noch nicht verloren. "Es ist einfach für uns ersichtlich, dass die nervös werden und ein bisschen Angst bekommen vor dem Titel", sagte Torhüter Kahn am Dienstag nach dem Training des Rekordmeisters in München. "Die Bremer hatten einen Matchball, und den haben sie nicht verwandelt. Bayern ist immer stark genug, das Unmögliche möglich zu machen", meinte der Schlussmann.

Auch sonst eher zurückhaltende Akteure schalteten sich in die Verbaloffensive ein. "Bremen hat nicht souverän gespielt, und das werden sie die nächsten Spiele auch nicht", sagte Owen Hargreaves. Auch Angreifer Roque Santa Cruz glaubt noch an die Titelverteidigung. "Werder wird noch die Punkte verlieren, die wir brauchen, um Meister zu werden", meinte der Stürmer aus Paraguay.

Kommt Werder Bremen im Titelrennen noch ins Straucheln?

Hoeneß: Es geht um Platz zwei

Manager Uli Hoeneß, sonst oft Anführer im verbalen Schlagabtausch, gab sich angesichts von acht Punkten Rückstand auf den Tabellenführer und nur zwei Zählern Vorsprung auf den VfB Stuttgart moderater. "Wir denken nicht an die Meisterschaft, wir denken darüber nach, dass wir den zweiten Platz unbedingt halten müssen", sagte er, "aber wenn Werder Bremen noch Geschenke verteilt, nehmen wir sie gerne an."

Am 8. Mai treffen die Meisterschaftskandidaten im Münchner Olympiastadion aufeinander, bis dahin geht das Titelrennen als Fernduell weiter. Am Samstag steht für die Bayern das Lokalderby gegen 1860 München an.

DPA / DPA

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