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Nachfolge von Trainer Kurz: Balakow bestätigt Wechsel nach Kaiserslautern

Nun ist es offiziell: Krassimir Balakow wird Trainer beim 1. FC Kaiserslautern. Dafür beendet der Bulgare vorzeitig seinen Vertrag mit dem kroatischen Club Hajduk Split. Schon Samstag soll der 45-Jährige in der Pfalz anfangen.

Auf einer Pressekonferenz zu nächtlicher Stunde bestätigte Krassimir Balakow, was längst kein Geheimnis mehr war: Der Bulgare übernimmt den Trainer-Posten beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. Schon am Samstag beginnt für Balakow der Überlebenskampf des Tabellenletzten mit der Partie gegen den ebenfalls gefährdeten SC Freiburg.

"Im Fußball gibt es keine Garantien. Ich habe das Angebot von Kaiserslautern angenommen, weil ich glaube, dass es gut gehen wird, dass wir uns rausreißen und den Abstieg vermeiden können", sagte der 45-Jährige um 2.15 Uhr im kroatischen Split. Wenige Stunden zuvor hatte er noch mit seinem bisherigen Club Hajduk Split in Rijeka mit 3:0 gewonnen.

Doch schon da war der Wechsel längst perfekt, auch wenn der 1. FC Kaiserslautern die Personalie Balakow am Mittwoch nicht bestätigen mochte. Am Donnerstagnachmittag will der Tabellenletzte den Nachfolger des beurlaubten Marco Kurz vorstellen.

"Letzte Patrone" im Existenzkampf am Tabellenende

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung müssen die Pfälzer für ihren neuen Hoffnungsträger eine festgeschriebene Ablöse unter einer Million Euro nach Split überweisen. Balakow hatte noch einen Vertrag bis 2013 in Split. Dieser Kontrakt wurde nun aufgelöst. Für FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz ist der Trainerwechsel die "letzte Patrone" im Existenzkampf des viermaligen deutschen Meisters, dem der dritte Abstieg nach 1996 und 2006 droht.

Balakow, der 236 Erstliga-Spiele zwischen 1995 und 2003 für den VfB Stuttgart bestritt und dort zwei Jahre lang als Co-Trainer arbeitete, war zuletzt auch bei Hertha BSC als Nachfolger von Michael Skibbe im Gespräch. Der 92-fache Nationalspieler strebt zurück in die Bundesliga. Als Coach in der Schweiz (Grasshopper Zürich und FC St. Gallen) und in seiner Heimat beim FC Burgas hatte er keine durchschlagenden Erfolge. Mit Hajduk Split war er immerhin Tabellenzweiter in der ersten kroatischen Liga.

mlr/DPA / DPA

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