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FUSSBALL-BUNDESLIGA: Freiburg schöpft wieder Hoffnung

Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Kaiserslautern kann sich der SC Freiburg wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich Mönchengladbach und Stuttgart 2:2.

Der SC Freiburg hat sich im Kampf gegen den Abstieg mit einem 3:1 (0:0) über den 1. FC Kaiserslautern eindrucksvoll zurück gemeldet. Nachdem Levan Kobiaschwili Freiburg in der 47. Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht hatte, machten Adel Sellimi (78.) und Jan Männer (80.) mit einem Doppelschlag den Sieg perfekt. Mit dem Erfolg beendeten die Breisgauer am Sonntag eine Negativserie von zwölf Spielen ohne Sieg und kämpften sich zwei Spieltage vor Liga-Schluss wieder auf einen Punkt an den 1. FC Nürnberg und damit einen Nichtabstiegsplatz der Fußball-Bundesliga heran.

In dem mit 25.000 Zuschauern ausverkauften Freiburger Dreisamstadion vergab Kaiserslautern die Chance, in die Uefa- Pokalränge vorzustoßen. Miroslav Klose konnte mit einem Handelfmeter (84.) nur noch verkürzen.

»Es ist noch nichts in trockenen Tüchern«, warnte Freiburgs Keeper Timo Reus nach dem Abpfiff und forderte von seiner Mannschaft: »Wir müssen die letzten Spiele gegen Köln und den HSV auch noch gewinnen.« Sein Pendant beim FCK, Georg Koch, kritisierte: »Ich habe die Mannschaft diese Woche vor Freiburg gewarnt. Aber ich glaube, es haben nicht viele zugehört.«

Der FCK ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, die 2:5-Schmach aus der vergangenen Saison wieder gut machen zu wollen. Nationalstürmer Miroslav Klose hatte nach Vorarbeit von Vratislav Lokvenc die Führung in der 5. Minute auf dem Fuß, scheiterte aber an SC-Keeper Timo Reus. Wenig vergab Jörgen Pettersson (8.). Mario Basler (24.) mit einem Heber und erneut Klose (33.) konnten die schwache Freiburger Abwehr zwar leicht überwinden, aber nicht zu einem Tor abschließen.

Den kämpferisch aufspielenden Breisgauern fiel das Umschalten von Abwehr auf Angriff schwer. Die einzigen Tor-Möglichkeiten der ersten Halbzeit hatten Adel Sellimi (27.) und Soumaila Coulibaly (36.). Sie scheiterten aber an Lauterns Keeper Koch.

Nur eine Minute nach dem Wiederanpfiff stieg Lauterns Hany Ramzy gegen Kobiaschwili ein. Der Gefoulte ließ es sich nicht nehmen, den Strafstoß selbst zu treten. Lautern blieb gefährlich. Lincoln, der in der zweiten Hälfte für den insgesamt schwachen Basler ins Spiel gekommen war, bereitete mit einem gut positionierten Eckball eine Chance für Ramzy vor (66.). Zwölf Minuten später erlösten Sellimi und Männer die Freiburger endgültig. Der Anschlusstreffer von Klose tat nicht mehr weh.

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart

Mit einem Teilerfolg bei »Lieblingsgegner« Borussia Mönchengladbach hat der VfB Stuttgart seine Chance auf das Erreichen des UI-Cup-Wettbewerbs gewahrt. Durch das 2:2 (0:0) bei der Borussia blieben die Schwaben am Sonntag zum fünften Mal in Folge unbesiegt und rückten in der Bundesliga-Tabelle auf den anvisierten UI-Cup-Rang acht vor. Vor 27.000 Zuschauern am Bökelberg trafen Krassimir Balakow (48.) und Sean Dundee (84.) für den VfB, der nun schon seit zehn Duellen mit der Borussia unbezwungen ist. Dank Peter van Houdt (68.) und Benjamin Auer (80.) langte es aber immerhin zum verdienten Unentschieden für die Gladbacher, für die es nach der frühzeitig gebannten Abstiegsgefahr praktisch um nichts mehr ging.

»Wir haben vielleicht nicht verloren, aber gut gespielt haben wir heute ganz bestimmt nicht. Wir waren eigentlich schlechter als die ersatzgeschwächte Borussia. Wenn wir nun bei 1860 München verlieren, ist unser UI-Cup-Platz in Gefahr«, kritisierte VfB-Coach Felix Magath seine Mannschaft. »Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt«, monierte auch Balakow. Zufrieden war dagegen Auer nach seinem ersten Bundesliga-Tor: »Das war eine Riesensache. Vor 30.000 Zuschauern und dann gleich ein Tor. Das ist ein toller Tag, ich bin überglücklich.«

Die stark ersatzgeschwächten Borussen, die neben sechs verletzten Feldspielern auch Stammkeeper Jörg Stiel (Muskelriss) und dessen Vertreter Bernd Meier (Haarriss im Schienbein) ersetzen mussten, bestimmten eine Halbzeit das Geschehen. Das Tor von Amateur Michael Melka geriet bei dessen Erstliga-Debüt vor der Pause nur einmal in Gefahr, als nach Balakows Flanke Jochen Seitz mutterseelenallein vor ihm auftauchte, das Leder aber weit vorbei schoss (19.).

Auf der Gegenseite setzte sich vor allem Youngster Auer gekonnt in Szene. Jede gefährliche Szene lief über den erstmals von Beginn an aufgebotenen »U 21«-Auswahlkicker, der den angeschlagenen Torjäger Arie van Lent gut vertrat und Gegenspieler Fernando Meira vor größere Probleme stellte. Zweimal scheiterte Auer (4./20.) knapp, einmal traf er aus Abseitsposition (24.). Und bei der größten Chance des Stürmers in der 42. Minute rettete Meira auf der Linie.

Nach dem Wechsel verstärkte Magath mit Adhemar für Tiffert die Offensive - und wurde belohnt; Balakow traf mit seinem falschen rechten Fuß aus 16 m. Danach war Gladbachs Anfangsschwung vorerst dahin. Nachdem der VfB nach Kontern durch Balakow (57./Pfosten) und Adhemar (59.) die Entscheidung verpasste, sorgten in der turbulenten Schlussphase drei Treffer für einen unterhaltsamen Fußball-Abend.

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