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Nach nur zwei Monaten: Kaiserslautern wirft Balakow raus

Krassimir Balakow hatte ein denkbar kurzes Gastspiel beim Absteiger 1. FC Kaiserslautern: Nach zwei Monaten und sieben von acht verlorenen Partien muss der Bulgare gehen. Als Nachfolger werden alte Bekannte gehandelt.

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Krassimir Balakow getrennt. Dies bestätigte am Freitag der Aufsichtsratsvorsitzende des Clubs, Dieter Rombach, im Radiosender SWR. Weder "bestätigen noch dementieren" wollte die Nachricht zunächst FCK-Pressesprecher Christian Gruber. Clubchef Stefan Kuntz war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der Bulgare hatte den Absteiger aus der Fußball-Bundesliga erst am 22. März als Nachfolger von Marco Kurz übernommen. Balakow verlor mit dem FCK sieben der letzten acht Erstliga-Partien und konnte den Abstieg nicht verhindern.

Drei mögliche Nachfolger im Gespräch

Kuntz wollte mit dem ehemaligen Weltklassespieler das Projekt Wiederaufstieg angehen und hatte den 46-Jährigen mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2013 ausgestattet.

Möglicherweise soll nun ein Trainer mit Lautern-Erfahrung den Neuaufbau beim Traditionsclub vorantreiben. Als mögliche Nachfolger werden die ehemaligen FCK-Spieler Franco Foda und Ciriaco Sforza gehandelt. Foda war zuletzt für Sturm Graz tätig, Sforza musste vor einigen Wochen bei Grashoppers Zürich gehen. Nach der Entlassung von Kurz galt auch der Trainer von Eintracht Braunschweig, Thorsten Lieberknecht, als aussichtsreicher Kandidat.

Balakow bestritt in seiner Spielerlaufbahn 236 Erstliga-Spiele zwischen 1995 und 2003 für den VfB Stuttgart und arbeitete dort zwei Jahre lang als Co-Trainer. 92 Mal stand er für die bulgarische Nationalmannschaft auf dem Platz. Als Coach in der Schweiz (Grasshopper Zürich und FC St. Gallen) und in seiner Heimat beim FC Burgas hatte er keine durchschlagenden Erfolge. Mit Hajduk Split war er immerhin Tabellenzweiter in der ersten kroatischen Liga.

lin/DPS

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