NATIONALMANNSCHAFT Lichtblicke für Völler


Die Relegation gegen die Ukraine. Der deutsche Fußball fiebert den zwei wichtigsten Spielen in der Ära unter Rudi Völler entgegen. In den beiden Partien wird die Stunde der Wahrheit für unsere Fußballnation schlagen.

Die Relegation gegen die Ukraine. Der deutsche Fußball fiebert den zwei wichtigsten Spielen in der Ära unter Rudi Völler entgegen.

In den beiden Partien wird die Stunde der Wahrheit für unsere Fußballnation schlagen: Fahren wir zur WM nach Süd-Korea und Japan oder nimmt Deutschland zum ersten Mal durch sportliches Versagen nicht an einer Fußball-Weltmeisterschaft teil.

Ende der schlechten Nachrichten

Viele Hiobsbotschaften hatte Nationalmannschafts-Teamchef Rudi Völler bis jetzt zu verkraften. Neben dem Ausfall des langzeitverletzten Jens Jeremies, muss er ausgerechnet in der Kreativabteilung Mehmet Scholl und jüngst Sebastian Deisler ersetzen.

Da kam das vergangene Bundesligawochenende gerade recht. Tante Käthe wurden einige Lichtblicke beschert. Die Spieler die wahrscheinlich gegen die Ukraine zum Zug kommen werden, präsentierten sich in Bestform.

Starker Bayer-Block

Der Leverkusen-Block mit Michael Ballack, Carsten Ramelow und Bernd Schneider spielte stark. Ballack erzielte dabei zwei Treffer. »Er hat großartig gespielt, die beiden Tore sprechen dazu eine klare Sprache«, lobte Völler den zuletzt arg gescholtenen 25-Jährigen.

Ricken hält gute Form

Frohe Kunde kam auch aus Dortmund. Lars Ricken unterstrich mit dem 1:0-Siegtreffer gegen Stuttgart sein anhaltendes Formhoch. Er könnte helfen die Ausfälle im Mittelfeld zu kompensieren. Als einziger Stürmer des Nationalkaders traf Gerald Asamoah für Schalke gegen Köln. Einzig Kapitän Oliver Bierhoff wurde beim 1:2 von Monaco in Nantes erfolglos ausgewechselt.

»Es ist ein gutes Zeichen, dass wichtige Leistungsträger in beachtlicher Form sind«, freute sich Völler über die Ergebnisse der »Generalproben«.

Das Lazarett lichtet sich

Weiter kommt als positive Tendenz hinzu, dass die Liste der Verletzten allmählich kleiner wird. Alexander Zickler hat seine Knieblessuren überstanden und will bald wieder »bei 100 Prozent« sein. Carsten Jancker bekam von seinen Ärzten das OK für die Spiele gegen die Ukraine. Auch Jens Nowotny meldete keine Verschlimmerung seiner Knieprobleme. »Er ist in guter Verfassung«, urteilte Völler über den Leverkusener.

Optimismus und Realismus

Die gute Form der Leistungsträger sorgt für neuen Optimismus. Es geht soweit, dass Teamchef Völler sogar schon von der »Qual der Wahl« spricht.

Trotzdem sind sich alle Beteiligten sehr wohl bewusst, wie ernst die Lage ist. »Das sind die wichtigsten Spiele in diesem Jahr. Es geht nicht darum zu glänzen, oder die Ukraine an die Wand zu spielen. Es geht nur ums Weiterkommen«, verkündete Ballack.

Völler selbst spürt vor seinem wichtigsten Spiel unbekannte Anspannung: »Als Spieler hat man nicht diesen enormen Druck wie als Trainer«, sagte Völler. Er will im Training durch härtere Einheiten »Reizpunkte setzen«.

Christian Meyer


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