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Pleite: St. Pauli: Absturz in die vierte Liga

Der aus der 2. Fußball-Bundesliga abgestiegene FC St. Pauli muss schnell zwei Millionen Euro auftreiben, sonst droht den Kiez-Kickern in der nächsten Saison die Oberliga.

Der aus der 2. Fußball-Bundesliga abgestiegene FC St. Pauli muss auf die überlebenswichtige Millionen-Bürgschaft der Stadt Hamburg in der angestrebten Höhe verzichten. «Das hat mir Bürgermeister Ole von Beust mitgeteilt», bestätigte Clubchef Corny Littmann am Mittwoch.

Zwei Millionen Euro fehlen

Der FC St. Pauli beklagt eine Liquiditätslücke von zwei Millionen Euro. Sollte der Verein der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bis zum 11. Juni keinen ausgeglichenen Etatentwurf für die nächste Saison in der Regionalliga vorlegen, erhält er keine Lizenz und muss in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein absteigen.

Nach der Hiobsbotschaft sprach Littmann von einer kritischen Phase, bleibt aber «sehr optimistisch, dass wir die Lizenz erhalten.» Eine Bürgschaft durch die Stadt sei nicht «prinzipiell beerdigt», versicherte der Chef eines Hamburger Theaters. Abgelehnt worden sei nur die gewünschte Bürgschaftshöhe von zwei Millionen Euro. Als Bürge für eine geringere Summe sei die Stadt weiter denkbar. Da es um Geld der Steuerzahler gehe, sei verständlich, dass zwei Mal hingeguckt werde, sagte Littmann. Und: «Wir planen weiter für die Regionalliga.»

Nunmehr soll ein Paket zur Rettung des FC St. Pauli geschnürt werden, sagte Frank Fechner, Geschäftsführer des Vereins. Neben städtischer Hilfe soll der andere Teil des fehlenden Geldes aus privater Hand beschafft werden. «Wir hoffen auf die Unterstützung durch Sponsoren, Fans und Freunde des Vereins», sagte Littmann.

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