Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz triumphiert auch bei Olympia. Liebe und Betrug bringen den norwegischen Biathleten Sturla Holm Lägreid zu einem Geständnis im TV. Alles Wichtige im stern-Newsblog.
Historische Premiere: In diesem Jahr finden die Olympischen Winterspiele vom 6. bis 22. Februar zum ersten Mal an zwei Orten statt: in der norditalienischen Stadt Mailand und im Skiort Cortina. Damit sind es die ersten dezentralen Spiele der Geschichte.
Olympische Winterspiele 2026: So viele Entscheidungen wie nie zuvor
Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 22.000 Quadratkilometern. Mit 116 Entscheidungen gibt es so viele wie noch nie. 50 davon werden reine Frauen-Wettbewerbe sein, was auch ein neuer Höchstwert ist.
Alle großen Emotionen, alle wichtigen Entscheidungen, alle deutschen Medaillen – hier im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Rune Weichert
Das deutsche Skispringteam verpasst knapp eine Medaille. Im Mixed-Wettbewerb springen Einzel-Olympiasieger Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Selina Freitag und Agnes Reisch von der Normalschanze im italienischen Predazzo auf Platz vier. Gold sichert sich Slowenien überlegen vor Norwegen und Japan. Dem deutschen Team fehlen nach insgesamt acht Sprüngen nur 1,2 Punkte zu Bronze. Am Montag hatte Raimund noch sensationell für Einzel-Gold gesorgt.
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Rune Weichert
Deutschlands Eishockeyteam der Frauen zieht mit einem abschließenden Vorrundensieg gegen Gastgeber Italien ins Viertelfinale bei den Olympischen Winterspielen eing. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gewinnt mit 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) und wird in der Gruppe B Zweiter. Am Freitag trifft das Team von Trainer Jeff MacLeod entweder auf die USA oder Kanada. Beide Teams gelten als Favoriten auf die Goldmedaille. „Alles ist möglich, das sind auch nur Menschen. Das sind die Olympischen Spiele“, sagt MacLeod. Die deutschen Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympia dabei.
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Tim Schulze
Trotz eines IOC-Verbots will der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch bei den Winterspielen weiter einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen tragen. Das Kompromiss-Angebot des Internationalen Olympischen Komitees, ausnahmsweise mit einer schwarzen Armbinde zu starten, lehnt der 27-Jährige offenbar ab.
„Nein, ich werde den Helm tragen“, sagt Heraskewytsch nach einem weiteren Training in Cortina d'Ampezzo. Anschließend verbreitet er eine erneute Botschaft inklusive eines Videos via Instagram. Man werde in dieser Sache bis zum Ende kämpfen, kündigt er an.
„Nein, ich werde den Helm tragen“, sagt Heraskewytsch nach einem weiteren Training in Cortina d'Ampezzo. Anschließend verbreitet er eine erneute Botschaft inklusive eines Videos via Instagram. Man werde in dieser Sache bis zum Ende kämpfen, kündigt er an.
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Tim Schulze
Rodlerin Taubitz holt drittes deutsches Olympia-Gold
Rennrodlerin Julia Taubitz beschert dem deutschen Team bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo die dritte Goldmedaille. Zwei Tage nach dem Coup von Max Langenhan im Männer-Wettbewerb setzt sich die 29-Jährige aus dem Erzgebirge nach vier Läufen im Cortina Sliding Centre durch und feierte ihren ersten Olympiasieg. Silber gewann die Lettin Elina Bota, Bronze ging an Ashley Farquharson (USA). Taubitz' Teamkollegin Merle Fräbel, zur Wettkampfhalbzeit noch mit Siegchancen, fiel durch einen verpatzten dritten Lauf weit zurück.
Kaum zu erkennen durch das Visier: Julia Taubitz hat ein glückliches Lächeln im Gesicht. Michael Kappeler / DPA
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Tim Schulze
Heute fließen viele Tränen: In Gedenken an seinen verstorbenen Vater wird Ski-Freestyler Andri Ragettli nach einer erneut knapp verpassten Olympia-Medaille von seinen Emotionen übermannt. Nach seinem vierten Platz im Slopestyle-Wettbewerb sagt der Schweizer unter Tränen in einem Interview des SRF: „Ich wollte ihn stolz machen. Aber ich glaube, er ist im Himmel trotzdem stolz auf mich.“ Seinen Vater hat Ragettli in seiner Kindheit verloren.
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Tim Schulze
Olympiasieger Johan-Olav Botn denkt im Moment seines Triumphes an seinen toten Freund. Der norwegische Biathlet reckt einen Finger in den Himmel und schaut nach oben – als wolle er einen Gruß an Sivert Guttorm Bakken senden. Botn hat seinen Kumpel einen Tag vor Heiligabend in einem Trainingslager tot in dessen Hotelzimmer gefunden. Nun krönt Botn in Antholz mit Gold im Einzel seine Karriere und wird nach seinem fehlerfreien Coup am größten sportlichen Tag seiner Karriere emotional.
„Ich habe auf der letzten Runde kaum an mich selbst gedacht, meine Gedanken und Gefühle für Sivert kamen direkt nach dem letzten Schießen“, sagt Botn im ZDF. „Wir haben im letzten Jahr fast jeden Tag zusammen trainiert, für uns beide war es ein großer Traum, hier Olympiasieger zu werden. Ich hatte das Gefühl, dass ich die letzte Runde mit ihm gelaufen bin und ich hoffe, er schaut von oben zu und ist stolz auf mich.“
„Ich habe auf der letzten Runde kaum an mich selbst gedacht, meine Gedanken und Gefühle für Sivert kamen direkt nach dem letzten Schießen“, sagt Botn im ZDF. „Wir haben im letzten Jahr fast jeden Tag zusammen trainiert, für uns beide war es ein großer Traum, hier Olympiasieger zu werden. Ich hatte das Gefühl, dass ich die letzte Runde mit ihm gelaufen bin und ich hoffe, er schaut von oben zu und ist stolz auf mich.“
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Tim Schulze
Rodlerin: Julia Taubitz steht vor Gewinn der Goldmedaille
Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz steht vor dem Olympiasieg und damit ihrem größten sportlichen Erfolg. Die 29-Jährige vom WSC Oberwiesenthal hat vor dem vierten und letzten Lauf einen komfortablen Vorsprung auf die zweitplatzierte Lettin Elina Bota, die 0,704 Sekunden Rückstand hat. Olympia-Debütantin Merle Fräbel aus Suhl patzte am Start und ist mit fast eineinhalb Sekunden Rückstand aus dem Medaillenrennen.
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Tim Schulze
Biathlet Lägreid entblößt sein Privatleben im TV
Biathlet Sturla Holm Lägreid hat gerade seine erste Einzelmedaille bei Olympia gewonnen – Bronze. Doch sein Jubel-Interview im norwegischen Rundfunk NRK nimmt plötzlich eine unerwartete Wendung: Lägreid gesteht live TV, dass er seine Freundin betrogen habe. "Vor einem halben Jahr habe ich die Liebe meines Lebens getroffen", sagt der 28-Jährige unter Tränen, "die schönste, tollste Person der Welt. Aber vor drei Monaten habe ich den größten Fehler meines Lebens begangen und war ihr untreu."
Der Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison berichtet bewegt, er habe seiner Freundin seine Untreue unmittelbar vor den Winterspielen von Mailand gestanden, sie habe sich daraufhin von ihm getrennt. Er blicke auf die "schwerste Woche meines Lebens" zurück, sagt Lägreid, er habe das Gefühl, die "Goldmedaille meines Lebens" weggeworfen zu haben: "Ich wünschte, ich könnte das hier mit ihr teilen."
Doch dieses Glück war ihm offenbar nicht vergönnt, wegen dieses "dummen" Fehlers, wie der Staffel-Olympiasieger von 2022 einräumte. "Ich wäre gerne ein gutes Vorbild und es tut weh, jemandem Schmerzen zuzufügen, den man so sehr liebt. Aber so ist das Leben."
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Rune Weichert
Der Schwede Elis Lundholm bestreitet als erster offener Transsportler einen Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen. Der Ski-Freestyler identifiziert sich als Mann, startet auf der Buckelpiste aber in der Frauen-Konkurrenz und belegt nach einem Fahrfehler in der Qualifikation den letzten Platz. Deshalb muss Lundholm eine zweite Qualifikation am Mittwoch bestreiten, denn nur die besten zehn Starterinnen erreichten das Finale direkt. Als Transmann gilt ein Mann mit männlicher Geschlechtsidentität, dem bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde.
Da Lundholm keine geschlechtsangleichenden Operationen durchführen und auch juristisch hinsichtlich des Geschlechts keine Änderung vornehmen ließ, wurde der 23-Jährige gemäß der geltenden Regularien vom Schwedischen Olympia-Komitee für das Frauenteam nominiert.
Da Lundholm keine geschlechtsangleichenden Operationen durchführen und auch juristisch hinsichtlich des Geschlechts keine Änderung vornehmen ließ, wurde der 23-Jährige gemäß der geltenden Regularien vom Schwedischen Olympia-Komitee für das Frauenteam nominiert.
Elis Lundholm. Lindsey Wasson/AP/DPA
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Tim Schulze
Zwei Tage nach Bronze mit der Mixed-Staffel gehen die deutschen Biathleten im ersten Einzelrennen der Olympischen Winterspiele leer aus. Philipp Nawrath schafft es als Bester eines deutschen Quartetts im Einzel auf den fünften Platz. Nach 20 Kilometern und lediglich einer Strafminute hat der 32-Jährige aus Nesselwang 1:31,5 Minuten Rückstand auf den fehlerfreien Olympiasieger Johan-Olav Botn aus Norwegen.
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Tim Schulze
Team-Kombi: Silber für Aicher und Weidle-Winkelmann
Die nächste Medaille für das deutsche Team: Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann gewinnen bei der Olympia-Premiere der Team-Kombination die Silbermedaille. Gold nach Abfahrt und Slalom geht an die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber, Bronze holen die US-Amerikanerinnen Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Das Weltmeister-Duo Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin (USA) landet nur auf Rang vier.
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Tim Schulze
IOC verbietet Helm mit Bildern von getöteten Sportlern
Jetzt ist es offiziell: Das IOC verbietet dem ukrainischen Skeletoni Wladyslaw Heraskewytsch, bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo einen Helm in Erinnerung an im Krieg getötete Sportler seines Heimatlandes zu tragen. Das erklärt IOC-Sprecher Mark Adams am Dienstag in Mailand. Stattdessen erlaubt das IOC Heraskewytsch, ein schwarzes Armband im Gedenken an die Kriegstoten zu zeigen.
Adams bezeichnete die Entscheidung als "guten Kompromiss". Heraskewytsch dürfe sich im Training, in den Sozialen Netzwerken und in Pressekonferenzen politisch äußern. "Ich habe ihm gesagt, dass wir natürlich eine Ausnahme machen, damit er seine Trauer auf diese Art ausdrücken kann", sagte Adams.
Adams bezeichnete die Entscheidung als "guten Kompromiss". Heraskewytsch dürfe sich im Training, in den Sozialen Netzwerken und in Pressekonferenzen politisch äußern. "Ich habe ihm gesagt, dass wir natürlich eine Ausnahme machen, damit er seine Trauer auf diese Art ausdrücken kann", sagte Adams.
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Patrick Rösing
Der Einsatz eines Helms mit besonderem Design bei Olympia ist dem ukrainischen Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch nach eigenen Angaben zunächst verboten worden. Mit dem Kopfschutz will der 27-Jährige an durch den Krieg gefallene Sportkollegen erinnern. Auf dem Helm sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Heraskewytsch trug den Helm im offiziellen Training bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo am Montag - unklar ist, ob er diesen auch im Wettkampf Ende der Woche aufsetzen darf.
Der Einsatz des Helms im Training und bei Wettbewerben sei ihm von einem Repräsentanten des IOC, der für die Kommunikation zwischen Athleten, den Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verantwortlich sei, untersagt worden, teilte Heraskewytsch in einem Video bei Instagram mit.
Aus diesem Grund bereite man eine offizielle Anfrage ans IOC vor, sagte Heraskewytsch laut englischem Untertitel des Videos. Der Helm sei eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen.
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Rune Weichert
Lindsey Vonns Traum endete tragisch: Ihr schwerer Sturz in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo, bei dem sich die Amerikanerin schwer verletzte, bleibt eines der zentralen Themen der Winterspiele in Italien. Nun zeigt sich die Amerikanerin in einem emotionalen Instagram-Post kämpferisch – trotz schwerer Verletzungen.
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Rune Weichert
Das deutsche Eistanz-Duo Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan belegt bei den Olympischen Winterspielen in Italien einen enttäuschenden letzten Platz. Nach einem fehlerhaften und sehr unsauberen Rhythmustanz werden die beiden Eiskunstläufer mit 63,67 Punkten 23. und können sich damit nicht für den angepeilten Kürtanz der besten 20 Paare qualifizieren. In Führung liegen vor der Entscheidung am Mittwoch (19.30 Uhr) Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron aus Frankreich mit 90,18 Zählern.
Die fünfmaligen deutschen Meister Janse van Rensburg und Steffan muss nach der misslungenen Darbietung mit einem schweren Patzer von Steffan beim Twizzle – einer schnellen Drehung auf einem Bein – sogar mit den Tränen ringen. "Es war einfach nicht im Fuß. Die Kufen sind eng, das passiert schnell", sagt der 30-Jährige und fügt hinzu: "Mal gewinnt man, mal verliert man, heute war leider nicht der Tag, an dem man gewinnt." Für Janse van Rensburg und Steffan war der Auftritt in Mailand die erste Olympia-Teilnahme.
Die fünfmaligen deutschen Meister Janse van Rensburg und Steffan muss nach der misslungenen Darbietung mit einem schweren Patzer von Steffan beim Twizzle – einer schnellen Drehung auf einem Bein – sogar mit den Tränen ringen. "Es war einfach nicht im Fuß. Die Kufen sind eng, das passiert schnell", sagt der 30-Jährige und fügt hinzu: "Mal gewinnt man, mal verliert man, heute war leider nicht der Tag, an dem man gewinnt." Für Janse van Rensburg und Steffan war der Auftritt in Mailand die erste Olympia-Teilnahme.
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DPA · AFP · Reuters · SID