Olympische Winterspiele
US-Freestyler reagiert auf Trumps Beleidigungen

Der US-amerikanische Olympia-Teilnehmer Hunter Hess (Archivbild) erzürnte das Gemüt von Donald Trump
Der US-amerikanische Olympia-Teilnehmer Hunter Hess (Archivbild) erzürnte das Gemüt von Donald Trump
© Michael Reaves / Getty Images
Hunter Hess tritt als Freestyle-Skifahrer für die USA bei Olympia an. US-Präsident Donald Trump bezeichnete ihn als "Loser" – jetzt meldet der Sportler sich erneut zu Wort.

Der US-Freestyle-Skifahrer Hunter Hess hat sich nach den beleidigenden Worten von Donald Trump geäußert. In einer Nachricht auf Instagram nannte er Trump zwar nicht beim Namen, Hess bezog sich aber merklich auf die Kritik des US-Präsidenten.

"Ich liebe mein Land", schrieb Hess in dem Post. "Es gibt so viele großartige Dinge an Amerika, aber es gibt immer auch Dinge, die besser sein könnten." Und weiter: "Eines der vielen Dinge, die dieses Land so einzigartig machen, ist, dass wir das Recht und die Freiheit haben, darauf hinzuweisen."

In diesem Zusammenhang hob der 27-jährige Sportler auch die Bedeutung der Olympischen Spiele hervor. Sie bringen Menschen zusammen, so Hess, "und wenn so viele von uns gespalten sind, brauchen wir das mehr denn je."

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Trump wütete gegen US-Sportler

Am Sonntag war US-Präsident Donald Trump den Sportler hart angegangen. Trump bezeichnete ihn auf seiner Plattform Truth Social als "echten Loser", weil er gesagt habe, er vertrete sein Land nicht bei den Olympischen Winterspielen. "Wenn das der Fall ist, hätte er sich nicht für das Team bewerben sollen, und es ist schade, dass er dabei ist. Es ist sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern", wütete der 79-jährige Republikaner.

Auslöser für Trumps Zorn waren Hess' Äußerungen auf einer Pressekonferenz. Es rufe "gemischte Gefühle" in ihm hervor, die USA im Moment zu vertreten, sagte er. "Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, fühle ich mich vertreten", erklärte Hess. "Aber nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert."

Unterstützung für Hunter Hess

Hess erhielt auch Unterstützung für seine Worte: Snowboarderin Chloe Kim aus dem US-Team verteidigte ihn gegen Trumps Äußerungen. Zuvor hatte es im Rahmen der Olympischen Winterspiele bereits mehrfach Protest gegen die Politik des US-Präsidenten gegeben. Insbesondere in Bezug auf die Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE, die in Minneapolis zwei Todesopfer forderten.

Hunter Hess in action
Hunter Hess in action
© GEPA pictures / Imago Images

Der britische Freestyler Gus Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Winterspiele auf Instagram etwa ein Bild gepostet, auf dem "fuck ICE" zu sehen ist – nach seinen Angaben hat Kenworthy den Schriftzug in den Schnee gepinkelt.

Quellen: Nachrichtenagentur DPA, "Spiegel"

lw

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