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Premier League: Klatsche für Ballack im Spitzenspiel

Herber Rückschlag für Michael Ballacks FC Chelsea im Duell mit Titelvertreidiger Manchester United. Die Red Devils gewannen deutlich mit 3:0 und unterstrichen damit ihre Ambitionen auf den Meistertitel in der englischen Premier League.

Das 50. Match in Englands Fußball-Premier-League hat Michael Ballack kein Glück gebracht. Der DFB-Kapitän unterlag mit seinem FC Chelsea am Sonntagabend im Spitzenspiel Titelverteidiger Manchester United klar mit 0:3 (0:1) und musste damit einen herben Rückschlag im Meisterschaftsrennen einstecken. ManU unterstrich dagegen eindrucksvoll seine Ambitionen, während auch Tabellenführer FC Liverpool erstmals Nerven zeigte. Die "Reds" kamen bei Aufsteiger Stoke City über ein 0:0 nicht hinaus. Rekordmeister Liverpool baute mit 46 Punkten seinen Vorsprung auf vier Zähler vor Chelsea (42) aus. Manchester United (41) ist zwar "nur" Dritter, hat aber noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.

Das Spitzentreffen im mit 75.455 Zuschauern ausverkauften Stadion Old Trafford war von Anfang hitzig. Der Unparteiische zeigte Ballacks Mittelfeldkollegen Frank Lampard schon in der 2. Minute nach einem harmlosen Foul die Gelbe Karte und teilte noch acht weitere aus. Ballack zeigte eine insgesamt starke Leistung, war aber oft glücklos, und die Chelsea-Abwehr um den nach Rot-Sperre zurückgekehrten Kapitän John Terry musste immer brenzligere Situationen bestehen.

Mit dem Halbzeitpfiff war "Blues"-Keeper Petr Cech zum ersten Mal geschlagen, als Verteidiger Nemanja Vidic (45.) nach einer Ecke per Kopf traf. Nach Wiederanpfiff musste Chelsea das 0:2 durch Englands Nationalstürmer Wayne Rooney hinnehmen(63.). Ein echtes Aufbäumen von Ballack & Co. blieb danach aus, und der frühere Leverkusener Dimitar Berbatow (86.) besiegelte die bittere Niederlage für die "Blues".

Liverpool-Trainer Rafael Benitez setzte derweil den Verbalkrieg gegen ManU-Coach Alex Ferguson auch nach der "Nullnummer" fort. "Er ist offensichtlich nervös. Vielleicht hat er auch ein bisschen Angst", sagte Benitez über Ferguson und bekräftigte damit seine Attacke vom Freitag, als er den für seine Temperamentsausbrüche bekannten "Fergie" als den einzigen Premier-League-Coach bezeichnete, der sich gegenüber Schiedsrichtern ungestraft alles leisten könne.

"In 20 Jahren konnte das keiner sagen, aber viele denken so wie ich. Ich bedauere nicht, das ausgesprochen zu haben", so Benitez. Den Spanier hatte offenbar die Äußerung Fergusons erzürnt, dass Liverpool als ungeübter Spitzenreiter Probleme mit dem Nerven bekommen könnte.

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