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Protest gegen RB Leipzig Abgetrennter Bullenkopf in Dresden von der Tribüne geworfen

Die Dresdner Fans beim Spiel gegen RB Leipzig
Die Dresdner Fans beim Spiel gegen RB Leipzig
© picture alliance/ZB
Protest gegen die Kommerzialisierung des Fußballs mag ja in Ordnung sein - aber das ist nur noch geschmacklos: Zuschauer haben beim Pokalspiel Dynamo Dresden gegen RB Leipzig einen abgetrennten Bullenkopf in den Stadioninnenraum geworfen.

Eine offensichtliche Protestaktion gegen RB Leipzig hat am Rande des DFB-Pokalspiels von Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden gegen den Bundesliga-Aufsteiger für Aufsehen gesorgt. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, wurde ein abgetrennter Bullen-Kopf in den Stadioninnenraum geworfen.

Unklar ist bisher, wie der Schädel bei dem als Hochsicherheitsspiel eingestuften Duell ins Stadion gebracht werden konnte. "Diese Aktion war absolut widerlich, damit wurde eine Grenze deutlich überschritten und es wirft ein schlechtes Licht auf diesen besonderen Fußball-Tag, der ansonsten eine großartige Werbung für unsere Stadt und unseren Verein war", sagte Dresdens Geschäftsführer Michael Born am Sonntag. Man werde nun "ergründen, wie solch ein großer Gegenstand überhaupt ins Stadion kommen konnte".

Kritik von Leipzig

Der Dresdner Polizei war am Samstag bei dem Spiel, das Dynamo gegen den vom österreichischen Getränkehersteller Red Bull gesponserten Leipziger Verein mit 5:4 im Elfmeterschießen gewann, insgesamt nichts aufgefallen.

Gegner Leipzig verurteilte die Aktion als "einfach nur geschmacklos". Sie passe zu der aus RB-Sicht "völlig überholten, von nur wenigen geführten, klischeebehafteten Debatte über RB Leipzig, die bei uns ins Leere läuft", meinte Vorstandschef Oliver Mintzlaff.

car DPA

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