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Rassismus in der Premier League Megastrafe für Liverpools Superstar Suarez


Das dürfte dem FC Liverpool gar nicht gefallen. Die "Reds" müssen für acht Spiele auf Topstar Luis Suarez verzichten. Der Grund: rassistische Vorwürfe gegen Manchesters dunkelhäutigen Spieler Patrice Evra. Auch John Terry hat Ärger.

Zwei Rassismus-Fälle sorgen kurz vor Weihnachten für Wirbel in Englands Fußball. Nationalspieler John Terry muss sich wegen angeblicher rassistischer Aussagen vor Gericht verantworten, Liverpools Luis Suarez wurde für acht Spiele gesperrt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 47.000 Euro verurteilt.

Überrascht und enttäuscht reagierte der FC Liverpool auf die empfindliche Strafe für seinen Stürmer durch den englischen Fußball-Verband FA. "Wir halten es für außergewöhnlich, dass Luis Suarez der rassistischen Beleidigung gegen Patrice Evra für schuldig befunden wurde, obwohl niemand auf dem Spielfeld - inklusive Evras Mitspielern und des Schiedsrichtergespanns - die angebliche Konversation zwischen beiden Spielern vor der lautstarken Kulisse der Tribüne Spion`s Kop, gehört hat", hieß es in einer Mitteilung.

Suarez soll seinen dunkelhäutigen Gegenspieler von Manchester United im Premier-League-Spiel im Oktober rassistisch beleidigt haben. Laut Aussage Evras bezeichnete ihn Suarez während des Spiels mehrmals als „negro“. Der Franzose hatte sich nach dem Spiel massiv beschwert und als Beweis die TV-Aufnahmen angeführt, in denen die Beschimpfungen von Suarez' Lippen abzulesen seien. Die "Reds" distanzierten sich von jeglicher Form von Rassismus und sicherten dem 24-jährigen Angreifer ihre Unterstützung zu.

Terry streitet ab

Auch John Terry erhielt Rückendeckung von seinem Verein. "Ich kann nur sagen, dass John unsere volle Unterstützung hat", sagte Trainer André Villas-Boas. Der Kapitän vom Vizemeister muss sich am 1. Februar 2012 vor dem West London's Magistrate Court verantworten. Terry soll Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers beim Auswärtsspiel am 23. Oktober 2011 rassistisch beleidigt haben. Das berichten der "Daily Telegraph" und BBC Sport übereinstimmend. Dies würde das zu dem Fall ausgewertete Filmmaterial belegen, hieß es. Bei einer Verurteilung droht Terry eine Geldstrafe.

"Die Entscheidung fiel nach einer intensiven Sichtung des vorliegenden Beweismaterials", erklärte Alison Saunders von der Londoner Staatsanwaltschaft. "Wir sind erleichtert, dass es ausreichende Beweise für eine realistische Strafverfolgung gibt, zumal dieser Fall von großem öffentlichen Interesse ist." Terry bestreitet genau wie Suarez die rassistischen Äußerungen.

kbe/DPA DPA

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