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Relegation Zweite Bundesliga: Ingolstadt schnuppert am Aufstieg

Jubel in Oberbayern: Der FC Ingolstadt darf nach dem Sieg über Hansa Rostock von der Zweiten Fußball Bundesliga träumen. Für die Hansestädter droht dagegen das düsterste Kapitel der Vereinsgeschichte.

Nur ein Jahr nach dem Abstieg darf der FC Ingolstadt auf eine schnelle Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga hoffen. Der Drittligaclub aus Oberbayern gewann am Freitagabend das Relegations-Hinspiel gegen Hansa Rostock mit 1:0 (0:0) und hat den Aufstieg dadurch fest ins Visier genommen. Im Rückspiel am kommenden Montag reicht Ingolstadt nun ein Remis. Den Hanseaten droht dagegen 19 Jahre nach dem Gewinn der letzten DDR- Meisterschaft der erstmalige Gang in die Drittklassigkeit. Vor 7538 Zuschauern erzielte Steffen Wohlfarth (73. Minute) das wichtige Tor.

In einer Partie ohne viele Höhepunkte mussten die Hanseaten ohne eigene Fans bei ihrem "Auswärtsspiel des Jahres" auskommen, nachdem Zuschauer-Ausschreitungen das Rostocker Zweitliga-Finale in Düsseldorf überschattet hatten. Vor leerem Gästeblock und nur vereinzelten Sympathisanten im altehrwürdigen Ingolstädter Stadion begann der Zweitliga-16. unerwartet verhalten und kam nach nur einem Sieg aus den jüngsten fünf Punktspielen auch beim Drittligaclub anfangs kaum einmal gefährlich in den gegnerischen Strafraum.

Rostock drängt, Ingolstadt trifft

Ingolstadt übernahm rasch die Initiative, die mit 72 Treffern beste Drittliga-Offensive tat sich im Abschluss aber ebenfalls schwer. Nach einer Ecke von Ralf Keidel vergab der in dieser Saison bereits 21-mal erfolgreiche Torjäger Moritz Hartmann (17.) die beste Möglichkeit im ersten Abschnitt. Die flinken Außen Andreas Buchner und Moise Bambara rissen immer wieder Löcher in die Viererkette der Hanseaten, die bis auf zwei Warnschüsse von Kevin Schlitte (11.) und Helgi Danielsson (14.) nichts zustande brachten.

Wesentlich druckvoller kamen die Gäste dann nach der Pause aus der Kabine und erspielten sich gegen zunehmend aufrückende Oberbayern wenige gute Möglichkeiten heraus. Fin Bartels (56.) vergab leichtfertig aus halbrechter Position, Kapitän Tim Sebastians Versuch nur eine Minute später wurde geblockt. Treffsicherer zeigte sich auf der Gegenseite Ingolstadts Steffen Wohlfarth, der den Ball nach einer Ecke zum 1:0 über die Linie bugsierte. Kurz darauf scheiterte Fabian Gerber am reaktionsschnellen Torwart Alexander Walke.

Rostocks Trainer Marco Kostmann hatte seinen Profis vor dem Spiel noch ein Interview-Verbot auferlegt - doch die rechte Zielstrebigkeit ließen die Gäste trotz aller Maßnahmen über 90 Minuten vermissen. Lediglich Mittelfeldspieler Schlitte und Innenverteidiger Kai Bülow stachen heraus – mit einem Bärendienst für ihre Mannschaft: Beide sahen ihre fünfte Gelbe Karte der Saison und fehlen im Rückspiel.

DPA / DPA

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