Sieg bei Real Madrid Barcelona dominiert den "Clásico"


Es ist das Fußballspiel überhaupt, ein Klassiker, wie er in der Welt seinesgleichen sucht: Real Madrid gegen den FC Barcelona. Diesmal wurde der spanische Gipfel mit besonderer Spannung erwartet, da beide Teams gleichauf lagen. Umso ernüchternder das Spiel und das Ergebnis: Real und Ronaldo können "Barca" und Messi einfach nicht das Wasser reichen.

Im Spitzenspiel der spanischen Liga haben der FC Barcelona und Superstar Lionel Messi ihre Ausnahmestellung bestätigt. Die Katalanen gewannen am Samstagabend mit 2:0 bei Real Madrid und haben damit jetzt drei Punkte Vorsprung auf den großen Rivalen. Wer Drama und großes Theater in Bernabeu erwartet hatte, wurde enttäuscht: "Barca" kontrollierte die gesamte Zeit das Spiel und holte sich die drei Punkte in absolut souveräner Art und Weise.

Mit dem Sieg im Gipfeltreffen könnte schon eine Vorentscheidung im Kampf um die spanische Meisterschaft gefallen sein, da beide Mannschaften bei Spielen gegen die weit abgeschlagene "Konkurrenz" kaum Punkte abgeben. Der Titelverteidiger aus Barcelona hat jetzt drei Punkte Vorsprung auf den Rekordmeister aus Madrid (77). Bei Punktgleichheit zählt im Land des Europameisters der direkte Vergleich - Vorteil "Barca", das bereits das Hinspiel 1:0 gewonnen hatte.

Nichts für Feinschmecker

Zunächst bot der "Clasico" eher Magerkost statt des erwarteten spielerischen Leckerbissens. Die Abwehrreihen dominierten, es gab kaum Torchancen. Auch das Tempo hätte höher sein können. Nach einer guten halben Stunde hatte dann Messi, der in der Woche beim 4:1 in der Champions League gegen den FC Arsenal alle vier Tore erzielt hatte, einen seiner großen Auftritte: Der Argentinier, derzeit wohl bester Fußballer der Welt, spielte einen Doppelpass mit Xavi, dessen Heber wieder Messi erreichte. Mit der Brust nahm er den Ball an und schob den Ball ins Tor. Es war bereits Messis 27. Saisontor in der Liga. Vollkommen enttäuschend war vor allem in der ersten Stunde Real-Superstar Cristiano Ronaldo, Messis Vorgänger als Weltfußballer des Jahres.

Nach erneuter Vorarbeit von Xavi traf Pedro schließlich zum vorentscheiden 2:0. "Barca" spielte gnadenlos effizient. Die Mannschaft hatte nur wenige Möglichkeiten - Real auch nur ein paar mehr, und die wurden vergeben. Beispielsweise vom ehemaligen Hamburger Rafael Van der Vaart, dessen Frau Sylvie am Freitagabend bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" einen besseren Eindruck machte als ihr Mann am Samstag auf dem Platz in Madrid. Der Holländer vergab frei stehend vor Barcelonas Torwart Valdes. Es war die erste Heimniederlage der Saison nach 15 Siegen in Serie für Real Madrid. Bei den "Königlichen" saß der Ex- Dortmunder Christoph Metzelder wie gehabt nur auf der Bank.

ben

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker