Sonntagspiele Jubel in Stuttgart, Trauer in Köln


Der Vfb Stuttgart gelang mit einem 2:0-Sieg in Rostock ein Traumstart in die Saison. Im zweiten Sonntagspiel unterlag Aufsteiger Köln unglücklich in Mönchengladbach.

"Edeljoker" Imre Szabics hat dem VfB Stuttgart einen Traumstart in die neue Bundesliga-Saison beschert. Mit seinem Doppelschlag in der 75. und 76. Minute sorgte der erst nach gut einer Stunde eingewechselte Bundesliga-Neuling aus Ungarn am Sonntagabend für den verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg des deutschen Vizemeisters beim FC Hansa Rostock. Vor 26 000 Zuschauern im Ostseestadion setzte sich Hansas "schwarze Serie" gegen den VfB damit fort: Ihren letzten Erfolg über die Schwaben feierten die Rostocker im Mai 1999.

"Ein optimaler Start"

"Nach einer harten Vorbereitung ist es gut gelaufen, speziell für mich", meinte Matchwinner Szabics erfreut nach dem Spiel. "Ich habe sehr gute Bälle bekommen und zwei Mal getroffen. Aber es ist ganz egal, wer die Tore macht: Wir müssen zusammen spielen und gewinnen, dann können wir viel erreichen", betonte der Joker. "Das war ein optimaler Start. Bei Szabics hatte ich ein gutes Gefühl", ergänzte VfB-Coach Felix Magath. Dagegen war Hansa-Trainer Armin Veh total unzufrieden: «Die Standardsituation vor dem 1:0 war entscheidend. Und dann noch Hills Fehler. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt, aber wenn man solche Fehler macht, passiert es, dass man verliert."

Mäßiger Sommerkick

Bei sommerlichen Temperaturen um 26 Grad lieferten beide Teams eine mäßige Partie ab, in der Torchancen zudem Mangelware blieben. Wobei die Schwaben die besseren Einschußmöglichkeiten hatten. Mit Szabics’ Hereinnahme in der 61. Minute stärkte Felix Magath dann die Offensive entscheidend, denn der VfB-Coach bewies ein glückliches Händchen: Der nach 61 Minuten für Cacau eingewechselte Stürmer war zwei Mal hellwach und ließ die Gäste jubeln. Erst traf er per Kopf, dann machte er per Konter alles klar.

Pech hatte der Aufsteiger Köln in seinem ersten Spiel. Er schlug sich bei seiner Rückkehr in die Fußball-Bundesliga selbst. Durch ein Eigentor von Matthias Scherz (62.) verlor die "Geißbock"-Elf am Sonntagabend das 69. rheinische Derby bei Borussia Mönchengladbach mit 0:1 (0:0) und brachte sich damit um die Früchte einer engagierten Leistung. Vor 34 500 Zuschauern kamen die lange Zeit harmlosen Gladbacher erst nach der Roten Karte gegen den Kölner Moses Sichone (61.) nach einer Notbremse gegen Marcel Ketelaer zu einem überaus glücklichen Sieg gegen den früheren Club ihres Trainers Ewald Lienen.

Glückliche Borussen

"Wir haben nicht berühmt gespielt, aber gekämpft und am Ende glücklich gewonnen", räumte Ketelaer ein, der den Platzverweis gegen Sichone für berechtigt hielt: "Er hat keinen Ball getroffen. Das war ohne Rücksicht auf Verluste." Trainer Lienen bemängelte derweil, dass seine Mannschaft zu viel Respekt vor einer "guten Einheit" gehabt habe. "Ich bin enttäuscht, weil wir uns hier sehr gut präsentiert haben. Wir haben das Spiel in nur einer Minute verloren", klagte Kölns Coach Friedhelm Funkel.

Selbstbewusste Kölner

Im letzten Duell der rheinischen Rivalen am seit Monaten ausverkauften Bökelberg präsentierte sich Aufsteiger Köln als spielstarkes und selbstbewusstes Team. Unter der Regie von Dirk Lottner setzte die mit drei Spitzen angetretene "Geißbock"-Elf in der Offensive überraschend viele Akzente. Dagegen leisteten sich die Gladbacher im Aufbau viele Abspielfehler. In der Spitze konnte sich Arie van Lent, der in den letzten vier Begegnungen gegen Köln sieben Mal getroffen hatte, nicht entscheidend durchsetzen.

Rote Karte spielentscheidend

Nach Sichones Platzverweis verlor die bis dahin sicher stehende Kölner Abwehr für einen Moment die Übersicht. Den fälligen Freistoß von Ketelaer lenkte Scherz bedrängt von Marcelo Pletsch unglücklich ins eigene Tor. Doch auch diesen Schock steckten die Gäste weg und suchten weiterhin energisch den Weg zum gegnerischen Tor - doch der Ausgleich gelang ihnen nicht mehr.

DPA

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