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Spitzenspiel in Bremen: "Wir gehen als Favorit ins Spiel"

Nach glänzenden Spielen strotzen die Bremer vor dem Gipfeltreffen am Samstag gegen die Bayern vor Selbstbewusstsein und streben offen den Machtwechsel an. Die Bayern seien nicht mehr das Maß aller Dinge, tönte Fabian Ernst.

Im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft werden die Weichen gestellt. Nach bisher famosem Saisonverlauf und dem 6:1-Kantersieg im DFB-Pokal gegen Hertha BSC fühlen sich die Profis von Werder Bremen reif für den Machtwechsel. "Die Bayern sind im Moment nicht das Maß aller Dinge. Wir gehen als Favorit ins Spiel", tönte Mittelfeldspieler Fabian Ernst im "Weserkurier" vor dem Nord-Süd-Schlager gegen die Münchner.

Gelingt dem Tabellen-Zweiten wie schon in beiden Duellen der Vorsaison ein Sieg, wäre der Vorsprung auf den deutschen Rekord-Meister auf sieben Punkte angewachsen und der Durchbruch in den Kreis der Top-Favoriten endgültig geschafft.

Der besonnene Erfolgscoach von der Weser, Thomas Schaaf, schlägt zwar leisere Töne an, demonstriert aber auch gewachsenes Selbstbewusstsein: " Die Bayern haben bisher unterschiedliche Leistungen gezeigt. Es scheint so, dass wir diesmal enger dran sind als bei den vorigen Vergleichen".

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Hoeneß: Bremen "beste deutsche Mannschaft"

Das Spitzenspiel im ausverkauften Weserstadion steht am 15. Spieltag im Mittelpunkt des Interesses. Die jüngste Erfolgsserie des Gegners hat selbst beim Münchner Manager Uli Hoeneß mächtig Eindruck hinterlassen: "Ich halte Bremen im Moment für die beste deutsche Mannschaft." Rechtzeitig vor den wichtigen Spielen gegen Bremen, Anderlecht und Stuttgart hat sich die Stimmung durch den glanzlosen, aber souveränen 3:0-Sieg im DFB-Pokal über den Hamburger SV zwar merklich verbessert. Dennoch erinnerte Trainer Ottmar Hitzfeld seine Profis am Freitag beim Abschlusstraining in Bremen nochmals an die problematische Ausgangslage: "Wir dürfen auf keinen Fall verlieren."

Einsatz von Ballack immer noch fraglich

Die Bayern haben die schwere Dienstreise mit Michael ballack angetreten. Ob der an der Ferse verletzte Fußball-Nationalspieler aber auch gegen Bremen für den deutschen Meister mitwirken kann, wird sich vermutlich erst kurz vor dem Anpfiff im Weserstadion entscheiden. Trainer Ottmar Hitzfeld hofft jedenfalls im Fall Ballack noch "auf ein kleines Wunder". Ebenfalls angeschlagen sind die beiden Abwehrspieler Samuel Kuffour und Willy Sagnol, die ebenfalls zum 18 Spieler umfassenden Kader gehören.

AP / AP / DPA

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