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"Weiße Socken in Sandalen" San Marino schreibt Bayern-Star Müller einen gehässigen Brief

Thomas Müller gegen San Marino: "Mit professionellem Fußball hatte das nichts zu tun."
Thomas Müller gegen San Marino: "Mit professionellem Fußball hatte das nichts zu tun."
© Guido Kirchner/DPA
Thomas Müller ist für seine Ehrlichkeit bekannt. So sagte er offen, dass er vom Länderspiel gegen San Marino nicht viel hielt. Das kommt beim Olympischen Komitee des Fußball-Zwergs nicht gut an.

Joachim Löw hat Nationalspieler Thomas Müller gegen teilweise polemische Kritik eines Ex-Funktionärs aus San Marino verteidigt. "Wir sind schon mit dem nötigen Respekt in das Spiel gegangen, wie wir es immer tun, auch gegen San Marino. Natürlich sind unsere Spieler normalerweise ganz anderes gewöhnt, erstens von der Kulisse und zweitens von Gegnern, die auf höchstem Niveau agieren in der Liga und auch in der Champions League", sagte Löw am Montag in Mailand. "Von daher waren sie auch chancenlos und Thomas Müller hat Recht, dass es nicht ein professioneller Gegner war, der große Gegenwehr leisten kann", sagte Löw am Montag in Mailand. 

Zuvor hatte ein Beitrag von Alan Gasperoni in den sozialen Medien sogar für Wirbel in englischen Medien gesorgt. In zehn Punkten wurde der Bayern-Profi teilweise persönlich angegangen. Nach dem 8:0 in der WM-Qualifikation hatte Müller gesagt: "Der Romantiker sagt, solche Fußballspiele gehören auch dazu. Andererseits ist es als Spieler sehr mühsam. Sie haben alles getan, was in ihren Mitteln möglich war. Aber mit professionellem Fußball hatte das nichts zu tun." Und weiter: "Bei so einem schmierigen Platz und der Qualität des Gegners setzt man sich doch der Gefahr aus, die nicht nötig ist."

Deutsche mit "weißen Socken in Sandalen"

Gasperoni wies darauf hin, dass Müller es nicht geschafft habe gegen den 201. der Weltrangliste selbst zu treffen. "... Und sage nicht, du wärest nicht total angefressen gewesen, als Simoncini dich vom Toreschießen abgehalten hat". Das Spiel habe gezeigt, dass sich die Deutschen niemals ändern würden, auch wenn die Geschichte sie gelehrt habe, dass Tyrannei nicht den Sieg garantiere. Die Weltmeister würden zwar in den schönsten Trikots spielen, doch sie seien weiterhin diejenigen, "die immer weiße Socken in den Sandalen tragen."

fin DPA

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